Herscheider Landstraße

Schwerer Unfall im MK: Ex-Polizist warnte seit Jahren vor Gefahrenstelle

Unfall Herscheider Landstraße
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Bei dem Unfall an der Herscheider Landstraße krachten zwei Autos ineinander.

Der schwere Verkehrsunfall, bei dem am Montag, 30. November, auf der Herscheider Landstraße in Lüdenscheid zwei Menschen verletzt wurden und erheblicher Sachschaden entstanden war , bringt ein „altes Thema“ wieder auf den Tisch: Sichtprobleme beim Abbiegen aus der Scharnhorst- und der Gneisenaustraße.

Lüdenscheid – Der Unfall brachte ein Problem zu Tage, das schon alt bekannt ist. Schon vor sechseinhalb Jahren hatte der Lüdenscheider Walter Poschmann, pensionierter Verkehrspolizist, auf die schwierige Situation an den Einmündungen hingewiesen. „Ich bin sogar in der Sprechstunde beim Bürgermeister gewesen.“ Die Anregung Poschmanns lautete sinngemäß: Unterhalb der Einmündung Gneisenaustraße verhindern vier Pfosten das sichtbehindernde Parken, unterhalb der Einmündung Scharnhorststraße nicht.

StadtLüdenscheid
Landkreis Märkischer Kreis
Einwohner 72.313 (Stand: 31.12.2019)

In einem Brief an die Stadtverwaltung schrieb der Ex-Polizist unter anderem: „Vor einigen Jahren war es immer wieder an der Einmündung Herscheider Landstraße / Gneisenaustraße zu Vorfahrtsunfällen gekommen. Bis dann erkannt worden ist, dass da unzulässig zwischen Bäumen bis kurz vor der Einmündung mit Sichtbehinderung geparkt worden war.“ Und: „Die Maßnahmen an der Einmündung Gneisenaustraße haben gewirkt.“ Pfosten oder größere Findlinge könnten doch auch unterhalb der Scharnhorststraße das Parken verhindern, „bevor es dort zu einem folgenschweren Unfall kommt“.

Schwerer Unfall im MK: Bereits 2014 Berichte über Vorschlag von Ex-Polizist

Die LN berichteten im Mai 2014 über den Poschmann-Vorschlag. Beim städtischen Verkehrsplaner Christian Hayer stieß die Idee damals durchaus auf Verständnis. „Wir werden das in Abstimmung mit der Kreispolizeibehörde prüfen.“ Bei der Prüfung ist es in den zurückliegenden sechseinhalb Jahren geblieben. Bis es am 30. November dort wieder krachte.

Aktuell erklärt Verkehrsplaner Hayer, er könne anhand der Aktenlage „nicht sagen, warum das damals nicht umgesetzt wurde“. Klar sei im Zusammenhang mit der Kollision vom Montag jedoch, dass zur Unfallzeit nachweislich kein dort abgestelltes Fahrzeug die Sicht behindert hat und die Situation fehlender Absperrungen deshalb als mitursächlich angesehen werden muss.

Nach wie vor verschließt sich die Stadtverwaltung laut Christian Hayer der Lösung des Problems nicht – obwohl es sich bei der Einmündung Scharnhorststraße „nicht um einen Unfallschwerpunkt handelt“. Es werde nun geprüft, wie eine „Fehlnutzung“ des Gehwegs in diesem Bereich verhindert werden kann. Ex-Polizist Poschmann bleibt weiter in Wartestellung.

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