Dieser Verein kämpft mit Enthusiasmus und Eigenleistung

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Eigenleistung und viel Enthusiasmus stecken in dem Underground-Musik-Projekt.

Lüdenscheid – Der Enthusiasmus und der unerschütterliche Wille, kleineren Bands und unterschiedlichen Sparten ein Forum zu bieten, ist oftmals größer als die Zahl der Mitglieder: Der Verein Underground Musik hat sich in den letzten beiden Jahren an der Herscheider Landstraße 146 ein musikalisches Zuhause gebaut.

Im Frühling kam nach arbeitsreichen Monaten die Bauabnahme. „Wir liegen außerhalb und stören niemanden, der Nachtbus hält direkt vor der Tür“, wollen die Underground Musiker nun die Werbetrommel rühren. Bekannt wurden sie vor allem durch die Heavy-Metal-Konzerte „Metal Journey“, die sie bereits in ihrer alten Heimat im Falkenheim an der Altenaer Straße mehrfach auflegten.

„Wir sind aber nicht auf Heavy Metal festgelegt“, legt Lutz Graupner (Vorstand von Underground Musik) Wert auf die Feststellung, dass alle musikalischen Richtungen bei Underground Musik willkommen sind – „Underground heißt nicht zwingend Metal“. Drei Bands proben an der Herscheider Landstraße regelmäßig und fühlen sich dort gut aufgehoben.

Die Etablierung in den Köpfen der heimischen Musikfans ist nicht einfach, weiß Graupner. Sein Verein bietet bei Konzerten rund 100 Gästen Platz. Moderate Getränkepreise, die Snacks fürs Abendessen bereiten die Frauen der Vereinsmitglieder vor. Auch der Eintritt zu den Konzerten liegt im unteren Bereich. Am kommenden Samstag, 21. September, steht die inzwischen schon 27. „Metal Journey“ an. Für fünf Euro (nur Abendkasse) pro Person gibt's zwei Live-Bands.

„Wir zahlen den Musikern eine Aufwandsentschädigung“, weiß Graupner, dass keine hohen Künstlergagen drin sind – „die wollen spielen, um in Übung zu bleiben. Das nutzt denen ja nichts, wenn sie sich im Studio selber toll finden. Die wollen ja wissen, wie sie beim Publikum ankommen. Die brauchen ihre Gigs“. Eingeladen sind die Mädels-Band Dreams in Chains aus Siegen und Krud aus Schwelm. Die einen stehen für Melodic Metal, die anderen eher für Knatter-Metal. Die Musiker Knössel, Rotz und die Dampfmaschine wollen Samstagabend – los geht's gegen 20 Uhr – ordentlich an Lautstärke auffahren.

„Wir sind schon froh, dass wir das hinkriegen. Ursprünglich sollten die Hell Dozers am Samstag spielen, aber die haben uns kurzfristig abgesagt“, so Graupner. Der Jahreshauptversammlung am 29. September folgen im Oktober zwei weitere „Journeys“, am 9. November kommt Leichenwetter und am 14. Dezember Black Pearl als Weihnachtsspecial.

Und auch eine Halloween-Party hat der Verein im Auge: Am 31. Oktober, bei freien Eintritt und mit einer Live-Band – „das wird ein richtig geiler Abend. Wir sind ein kleiner Verein, bei dem die Frauen das Abendessen machen. Mehr können wir nicht bieten. Wir sind halt 'was Besonderes – so sehe ich uns.“

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