Unbekannter schießt mit Luftgewehr auf Fußgänger

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In Höhe der Eisenbahnunterführung wurde auf die beiden Fußgänger geschossen. Ob dieses Einschussloch (Foto) ebenfalls vom Täter stammt, ist bislang noch unklar. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Zum Teil schwer verletzt wurden am Ostermontag kurz nach 19 Uhr ein 17- und ein 40-jähriger Lüdenscheider an der Volmestraße in Brügge, als ein bislang unbekannter Täter mit einer Luftdruckwaffe Schüsse auf sie abgab. Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf, die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.

Es war gegen 19.05 Uhr, als der 40-jährige Fußgänger plötzlich ein Zischen vernahm und ihn ein sogenanntes Diabolo an der Wange traf. Dabei war so viel Druck hinter dem Schuss, dass das Projektil aus Blei im Gesicht des Opfers stecken blieb. „Der Mann musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden, weil das Geschoss operativ entfernt werden musste“, erklärte Polizei-Pressesprecher Norbert Pusch auf Anfrage der LN. Keine zehn Minuten später wurde ein zweiter Fußgänger getroffen, der ebenfalls an der Volmestraße unterwegs war. Der 17-Jährige hatte jedoch mehr Glück – das Geschoss traf ihn am Schulterblatt. Dennoch musste auch diese Wunde im Krankenhaus versorgt werden, der junge Mann konnte aber anschließend wieder entlassen werden.

Ein weiteres Einschussloch fanden die Beamten, die vor Ort sofort die Ermittlungen aufnahmen, zudem an einem Laternenmast in Höhe der Bahnunterführung. Ob dieses Loch am Schließblech einer Laterne jedoch tatsächlich von einem Schuss aus derselben Waffe stammt, steht bislang noch nicht fest.

Wie Pusch weiter erklärte, seien die weiteren Umstände der Tat noch völlig offen. Eine sofortige Durchsuchung von drei Häusern in unmittelbarer Nähe des Tatorts sei ergebnislos verlaufen. „Es wurden keine Hinweise auf den möglichen Schützen gefunden“, so der Sprecher. Woher die Schüsse kamen, ist also nach wie vor unklar. Daher ist die Polizei nun auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen und bittet Zeugen, sich mit der Polizei in Lüdenscheid, Tel. 0 23 51/ 9 09 90, in Verbindung zu setzen.

Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, sie ermittelt laut Polizeisprecher zum gegenwärtigen Zeitpunkt wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz gegen den oder die Täter. ▪ Kerstin Zacharias

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