Totenruhe gestört: Selbst ein Kreuz aus der Halterung gerissen

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Gräber verwüstet auf katholischem Friedhof am Wehberg

[Update 15.00 Uhr] Lüdenscheid - Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Donnerstag zahlreiche Gräber auf dem katholischen Friedhof am Wehberg geschändet. Schalen, Vasen, Grablichter und ein Kreuz wurden aus den Halterungen gerissen oder sogar samt Sockel ausgegraben. Beim Abtransport wurden die Täter offensichtlich gestört.

Denn gegen 1 Uhr hatten Bewohner der angrenzenden Straße Hasenkamp nach Angaben der Polizei verdächtige Geräusche auf dem Friedhof gehört.

Als sie vom Balkon aus mit einer Taschenlampe auf den Friedhof leuchteten, nahmen sie eine dunkle Gestalt wahr. Sofort verständigten sie die Polizei, aber als die Beamten vor Ort eintrafen, fanden sie trotz einer Sofortfahndung niemanden mehr vor.

Die Unbekannten – angesichts des Ausmaßes der Schäden müssen mehrere Personen die Totenruhe gestört haben – hatten, nachdem sie gesichtet worden waren, umgehende die Flucht ergriffen.

Grabschänder suchen katholischen Friedhof am Wehberg heim

Die Polizei nahm die Verwüstungen auf: Metallblumenkübel sowie Grablaternen waren von den jeweiligen Gräbern entfernt worden und zum Abtransport auf den Weg davor gelegt worden.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen versuchten Diebstahls und Störung der Totenruhe aufgenommen. Sie sucht Zeugen, die unter der Rufnummer 0 23 51 /9 09 90 sachdienliche Hinweise zu den Zerstörungen geben können.

Bereits am Wochenende hatten Unbekannte rund um die Friedhofskapelle des evangelischen Friedhofs an der Dammstraße Kupferrohre gestohlen. Zudem waren auch hier mehrere Grabstätten auf dem neuen und alten Friedhof zerstört worden.

Ein Schlag ins Gesicht sind die Verwüstungen nicht zuletzt für die Angehörigen der Verstorbenen. Ein Friedhofsgärtner des katholischen Friedhofs sagte, erst vor wenigen Tagen seien einige der Gräber hergerichtet worden: „Und jetzt so etwas. Schrecklich ist das.“

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