Schiedsstelle der Kfz-Innung feiert 25-jähriges Bestehen

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Blicken auf 25 Jahre Kfz-Schiedsstelle in Lüdenscheid zurück: (v.l.) Gerhard Spratte (DAT), Walter Trimpop (Kfz-Innung), Roland Bracht (ADAC), Christiane Petzold (Kreishandwerkerschaft), Jens Rodermund (Geschäftsstellenleiter der Kreishandwerkerschaft), Assessor Ernst-Jürgen Schürmann und Horst Weber (TÜV). ▪

LÜDENSCHEID ▪ Sie sind vom Fach, wissen, wovon sie reden und lassen sich in keinster Weise beeinflussen: „Neutralität ist das, was uns stark macht“, sagen die Mitglieder der Schiedsstelle der Kfz-Innung in Lüdenscheid. Und wie erfolgreich sie damit arbeiten, beweisen nicht nur die Fallzahlen, sondern auch die vielen Jahre, die das Gremium nun schon existiert: Denn in dieser Woche feierte die Kfz-Schiedsstelle ihr 25-jähriges Jubiläum.

Was als Initiative des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, des ADAC, der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) und der Prüforganisationen in Deutschland schon seit 40 Jahren existiert, nahm in der Bergstadt im September 1987 die Arbeit auf – und zwar mit dem Ziel, bei Streitigkeiten zwischen Autofahrern und Kfz-Betrieben, zum Beispiel nach einer Autoreparatur oder einem Gebrauchtwagenkauf, zu vermitteln.

„Wir wollten Innungsfachbetrieben und deren Kunden die Möglichkeit geben, schnell und ohne erhebliche Kosten eine verbindliche Entscheidung zu erhalten – in technischer und rechtlicher Hinsicht“, erklärt Walter Trimpop, Vorsitzender der Kfz-Innung in Lüdenscheid, und betont, dass dieses Service-Angebot nur für Innungsbetriebe und deren Kunden gilt. „Nur dann können wir ein gütliches Verfahren einleiten.“ Denn schließlich hat das, was die Schiedsstelle als einstimmige Meinung abgibt, Gültigkeit für die Innungsbetriebe. „Was die Schiedsstelle sagt, ist verbindlich“, so das Gremium, das sich aus Gerhard Spratte (DAT), Walter Trimpop (Kfz-Innung), Roland Bracht (ADAC), Assessor Ernst-Jürgen Schürmann (Kreishandwerkerschaft) und Horst Weber (TÜV) zusammensetzt – und zwar auf ehrenamtlicher Basis.

Mehrmals im Jahr treffen sich die Mitglieder, um die zehn bis 15 Fälle pro Jahr zu beraten und eine abschließende und für beide Seiten klärende, gütliche Regelung herbei zu führen. „In 80 Prozent der Fälle leisten wir Aufklärungsarbeit und versuchen, Transparenz in die Abläufe innerhalb der Werkstatt hereinzubringen“, wissen die Verantwortlichen. Und bislang, so die Erkenntnis von Gründungsmitglied Walter Trimpop, habe es kein einziges Verfahren gegeben, das nachträglich am Gericht habe fortgesetzt werden müssen. „Durch die fundierte Darstellung der Abläufe ist es möglich, Missverständnisse zwischen Kunden und Betrieben zu beseitigen“, so die Mitglieder der Kfz-Schiedsstelle – die trotz der unterschiedlichen Interessenvertretung nunmehr schon seit einem Vierteljahrhundert Hand in Hand arbeiten. Und das, so sind sich die Fachleute einig, soll auch in Zukunft so bleiben.

Wer die Schiedsstelle der Kfz-Innung in Anspruch nehmen möchte, erhält die notwendigen Antragsformulare im Internet unter http://www.kfz-innung-luedenscheid.de oder über die Kreishandwerkerschaft unter Tel. 0 23 51/90 90 10. ▪ Kerstin Zacharias

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