VHS und Musikschule: Umzugspläne außer Kraft

Bleibt fraglich: der Teilumzug der Volkshochschule.

Lüdenscheid - Alles auf Anfang: Der Beschluss der Ratsmehrheit über den Umzug von Teilen der VHS und der städtischen Musikschule ins Gebäude der ehemaligen Albert-Schweitzer-Hauptschule und die Einrichtung einer Kita mit U3-Betreuung an der Kaiserallee ist seit Montagabend außer Kraft gesetzt.

Die Stadtverwaltung hat den Auftrag, ein „Integriertes Quartierskonzept Altstadt“ aufzustellen und Anträge auf Fördermittel an die EU vorzubereiten und zu stellen.

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Das ist das Ergebnis einer kurzen Beratung im Stadtrat, der in der vergangenen Woche erste Gespräche im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt vorausgegangen waren. Die Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen hatte – für die Union offenbar überraschend – einen Antrag für die Ratssitzung vorbereitet.

Die CDU-Fraktion brauchte etwas mehr als zehn Minuten interner Beratung, um den Antrag „inhaltlich grundsätzlich zu unterstützen“, wie deren Fraktionschef Oliver Fröhling sagte. Es seien jedoch noch Fragen offen. Im übrigen bleibe ein „gewisses G’schmäckle“, weil die Verwaltung ursprünglich angekündigt habe, eine qualifizierte Beschlussvorlage zum Thema zu erstellen.

Chefplaner Martin Bärwolf warnte davor, angesichts der neuen großen Aufgabe weitere Stellen in seinem Fachbereich zu kappen. Außerdem „kommen wir ohne Sachmittel nicht aus, wir werden die Hilfe von Planungsbüros benötigen“.

Nach den Worten von SPD-Fraktionschef Ingo Diller verschließe sich seine Partei den neuen Alternativen nicht. „Unser Antrag macht nichts kaputt.“ Wie Petra Noack, Fachdienst Rat und Bürgermeister, auf Frage von Jens Holzrichter (FDP) sagte, macht der einstimmig verabschiedete Antrag auch das Bürgerbegehren gegen den Umzug nicht kaputt. Zunächst werde der ursprüngliche Beschluss außer Kraft gesetzt.

Sollten die Anträge auf Fördermittel für die Altstadt keinen Erfolg haben, brauche es einen neuen Ratsbeschluss, um die Umzugspläne weiter voranzutreiben. „Dann beginnt eine neue dreimonatige Frist für die Unterschriftensammlung.“

Olaf Moos

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