Amalie-Sieveking-Haus: Reibungsloser Umzug

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Der Umzug vor drei Wochen ins neue Domizil klappte nach intensiver Vorbereitung reibungslos. Träger des rund fünf Million Euro teueren Neubaus ist das evangelische Pertheswerk. - Foto: Nougrigat

LÜDENSCHEID  - Leiter Udo Terschanski und seine Stellvertreterin Sabine Große ist der Stress der vergangenen Wochen nicht mehr anzusehen. Ein wenig sind sie selbst überrascht, wie reibungslos der Umzug von der Sedan- zur Annabergstraße geklappt hat.

„Zwischen 8 und 18 Uhr haben wir alle Bewohner ins neue Amalie-Sieveking-Haus gebracht und das hat wirklich gut geklappt“, sagen sie. „Eigentlich sagt man ja, ,einen alten Baum verpflanzt man nicht’, aber inzwischen ist fast jeder hier angekommen.“

Das ist nicht zuletzt einer generalstabsmäßigen Planung im Vorfeld zu verdanken. „Von der Grundsteinlegung bis zur Einweihung haben wir Bewohner und Kooperationspartner immer wieder informiert. Der Bewohnerbeirat war mit einbezogen in die Auswahl von Farben, Stoffmustern und Mobiliar. Hauswirtschaft, Sozialer Dienst, Pflegedienstleitung, Haustechnik, Verwaltung und Leitung saßen regelmäßig zusammen. Vor dem Umzug stand ein Zimmerplan pro Etage mit den Namen der Bewohnern und ihren Zimmern.“

Am Umzugstag selbst wurden dann vom DRK zunächst die schwerkranken Bewohner, darunter ein Wachkoma-Patient, transportiert, danach fuhr Udo Terschanski die Bewohner in 5er- Gruppen mit dem neuen Transporter von der Sedanstraße ins neue Domizil. „Das war zum Teil ein richtig freundschaftlicher Umgang miteinander.“

Alle Mitarbeiter, die Frühdienst hatten, blieben an diesem Tag bis in den Spätdienst hinein, Auszubildende kamen nach der Schule, um Bewohner zu begleiten in der neuen Umgebung. „Nun müssen wir auch unsere Konzept auf das neue Haus ausrichten“, sagt Sabine Große. Zum Beispiel ist jetzt eine Mitarbeiterin von 8 bis 18 Uhr für demenzkranke Menschen, die allesamt im Erdgeschoss wohnen, als Betreuerin zuständig.

Die Etagen sind farblich unterschiedlich gestaltet, ebenso die Möbilierung. Das dient auch als Orientierungshilfe. Im 2. Obergeschoss sind nur Männer untergebracht. Dort gibt es auch ein Raucherzimmer. Auf den Zimmern darf nicht mehr geraucht werden.

Apropos Zimmer: Für jeden Bewohner stehen 50 Quadratmeter Fläche zur Verfügung mit rollstuhlgerechten Badezimmern. Es gibt auch zwei Ehepaar-Appartements. Die vielen Fenster erlauben schöne Aussichten auf die Umgebung. Spezial- und Niedrigpflegebetten erleichtern die Pflege und minimieren das Sturzrisiko.

Jede Etage weist zwei Aufenthaltsräume mit Küchenzeile und gemütlichen Sesseln vor. Auf der Ebene des Gartens mit kleinem Innenhof und Bestuhlung ist auch ein Wellnessbadezimmer eingerichtet. „Wohlfühlen in freundlicher Atmosphäre“ lautet das Motto. Dazu tragen auch viele Ehrenamtler bei.

„Die sind alle mit umgezogen und haben alle mitgeholfen“, freuen sich Sabine Große und Udo Terschanski, die schon jetzt für den 29. November zum Tag der offen Tür einladen.

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