U-3-Mittel für die Kunststiftung

Legt den Grundstein für die Stiftung: Klaus Crummenerl

LÜDENSCHEID - Die Errichtung der Kunststiftung Lüdenscheid, über die der Kulturausschuss am Donnerstag (17 Uhr, Kulturhaus, Roter Saal) beschließt, findet die Unterstützung der Mehrheitsfraktionen im Rat – auch wenn der Weg zur Finanzierung des städtischen Anteils auf den ersten Blick seltsam anmutet.

Mit 100.000 Euro beteiligt sich die Stadt Lüdenscheid an der Stiftung, 10.000 Euro und Kunstwerke im Wert von 144.430 Euro bringen die Eheleute Crummenerl ein. Der städtische Anteil stammt aus der Haushaltsstelle für den Ausbau von Kindergartenplätzen für unter Dreijährige.

„Das ist echtes Geld, das fließt“

„Ich hätte da große Bauchschmerzen gehabt“, falls sich das Ausbauprogramm damit verzögert hätte, so der stellvertretende SPD-Fraktionschef Jens Voß. Doch nach derzeitigem Sachstand seien Mittel im städtischen Haushalt für den U-3-Ausbau vorhanden, die aus dem letzten Jahr übertragen worden seien und von denen auch nicht sicher sei, dass sie in diesem Jahr abfließen, begründet Voß die Zustimmung der Fraktion. Sollte es doch noch kurzfristig Bedarf an Mitteln geben, könne dies innerhalb des Haushalts in der zweiten Jahreshälfte ermöglicht werden, habe die Kämmerei zugesichert. Denn richtig sei unverändert, dass trotz hohen Ausbaustandards in einigen Stadtteilen noch Versorgungsengpässe bestünden.

Auch die FDP werde die Beschlussvorlage am Donnerstag mittragen, machte am Dienstag Jens Holzrichter deutlich. Allerdings sieht die FDP noch Anlass für Nachfragen, was die Höhe der städtischen Beteiligung sowie die rechtliche Begründung angeht. „Wie kommt diese Summe zusammen?“, will die FDP daher im Ausschuss wissen. Denn letztlich müsse klar sein: Der Betrag fehle im U-3-Programm und müsse bei Bedarf neu aufgebracht werden. „Die 100.000 Euro sind echtes Geld das fließt, und das man auch zum Abbau von Schulden hätte einsetzen können“, sagt Holzrichter. - flo

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