Umfangreiche Renovierungen im Haus Elisabeth

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Blicken den umfangreichen Renovierungsarbeiten im Haus Elisabeth gespannt entgegen: Hans-Werner Wolff (r.), Geschäftsführer der Caritas Pflege und Hilfe gGmbH, und Einrichtungsleiter Carsten Brinkmann.

LÜDENSCHEID - Einige gemischte Gefühle können die Verantwortlichen nicht ganz von der Hand weisen, wenn es um die bevorstehenden Renovierungsarbeiten im Haus Elisabeth geht. Und dennoch wissen Caritas-Geschäftsführer Hans-Werner Wolff und sein Team, dass sie unvermeidbar sind.

„Wenn wir unser Haus nicht den Vorschriften anpassen, müssten wir zum 31. Dezember 2016 schließen“, bringt es Wolff auf den Punkt.

Hintergrund der umfangreichen Renovierungsarbeiten, die der Caritas-Einrichtung in wenigen Wochen ins Haus stehen, ist die neue Verordnung über die allgemeinen Grundsätze der Förderung von Pflegeeinrichtungen nach dem Landespflegegesetz. Diese schreibt unter anderem eine gewisse Einzelzimmerquote vor und stellt Anforderungen an die Badezimmer und Gemeinschaftsräume. Wenn die letzten Abstimmungen mit der Stadt Lüdenscheid erfolgt sind, soll der erste, etwa fünfmonatige Bauabschnitt in der Woche nach Ostern beginnen.

Die Ausführung des insgesamt 18 Monate dauernden Renovierungsprojektes liegt in den Händen des Solinger Architekturbüros Schaarschmidt, das schon für den Umbau des Caritas-Altenzentrums in Plettenberg verantwortlich zeichnete. Es wird unter anderem für die Reduzierung der 92 auf 75 Plätze in 67 Einzelzimmer sorgen, darüber hinaus für neue Küchen in jedem Wohnbereich sowie für einen zweiten Rettungsweg. Rund 2,2 Millionen Euro nimmt die Caritas in die Hand, um das Haus Elisabeth für die Zukunft aufzustellen.

Wichtigste Aufgabe für die Einrichtungsleiter Iris Hacker-Maack und Carsten Brinkmann wird sein, den betroffenen Bewohnern die Umbauphase so angenehm wie möglich zu gestalten. In persönlichen Gesprächen mit Bewohnern und Angehörigen wurden bereits Lösungen für den bevorstehenden Umzug gesucht. Denn: Allein im ersten Bauabschnitt müssen 23 Männer und Frauen ihr „Zuhause“ verlassen und in Doppelzimmern untergebracht werden. „Wir sind uns natürlich bewusst, dass dies ein hochsensibles Thema ist“, verweist Wolff darauf, dass die Bewohner ihre vertraute Umgebung für mehrere Monate verlassen müssen. Eine Alternative zum Umbau bei laufendem Betrieb gebe es jedoch nicht. „Wir stehen in der Verantwortung für unsere Mitarbeiter, die auch während der Umbauzeit beschäftigt werden möchten“, so Carsten Brinkmann. - Kerstin Zacharias

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