Umbau hebt den Standard

Caritas-Direktor Hans-Werner Wolff, Pflegedienstleiterin Iris Hacker-Maack und Heimleiter Carsten Brinkmann sind sehr zufrieden.

LÜDENSCHEID - Die „Kastanienallee“ blüht auf: Eine der ersten Bewohnerinnen, die die frisch sanierte Teil-Station im Haus Elisabeth zum Wochenanfang wieder beziehen konnten, war Charlotte Heyenga. Ihren 96. Geburtstag am Donnerstag wird sie in völlig neuer und doch vertrauter Umgebung feiern können.

„Das übertrifft meine Erwartungen“, sagte die alte Dame, während gerade der Fernseher installiert wurde und der Umzugskarton noch unausgepackt im Raum stand. Sechs Bewohner zogen am Montag um, schrittweise werden weitere folgen. 31 Umzüge gilt es bis zum Monatsende zu stemmen. Der erste von vier Bauabschnitten an der Graf-von-Galen-Straße (Beginn April 2013) ist beendet, der zweite beginnt. Unter denen, die umziehen, sind auch die, die übergangsweise in anderen Zimmern untergebracht werden müssen.

Rund 2,2 Millionen Euro investiert die Caritas in ihr Seniorenheim, um gesetzliche Verpflichtungen zu erfüllen, die ab 2017 greifen. 24 Bewohnerplätze von 75 sind fertig. Vier Bauabschnitte gibt es insgesamt. „Wenn die Raketen knallen, wollen wir fertig sein“, gibt sich Caritas-Direktor Hans-Werner Wolff zuversichtlich. Bisher sei man im Zeit- und Kostenplan. Obwohl der Komplettumbau im Bestand von allen Kompromisse erfordert, lässt das jetzt sichtbare erste Ergebnis die Einschränkungen ertragen.

Hell, freundlich, modern ist der Eindruck der fertiggestellten Stationsbereiche. Jeder der vier Bereiche bekommt eine Küche. Große, rollstuhlgerechte Balkone oder eine Rampenverbindung in den Garten sorgen für zusätzlichen Komfort in den Aufenthaltsräumen. Die Zimmer – künftig sind Einzelzimmer Standard – verfügen nun über bodentiefe Fenster und neue, größere Bäder. Wo sie rollstuhlgerecht und nicht nur barrierefrei sind, ist die Einfahrt vorwärts möglich und das Badezimmer groß genug, damit der Rollstuhl gedreht werden kann. Gleichwohl sind die Zimmer noch größer als der Standard vorschreibt – weil es ehemals oft Zweibettzimmer waren. Auch der zweite Rettungsweg über eine stählerne Außentreppe ist fertig und sogar „schön beleuchtet“.

„Klar ist es eine Belastung für Bewohner und Mitarbeiter“, sagte Heimleiter Carsten Brinkmann. Aber das Haus habe schon einen sichtbaren qualitativen Sprung gemacht. „Ich habe schon den Eindruck“, sagt Pflegedienstleiterin Iris Hacker_Maack, „dass alle gespannt sind.“ - sum

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