Ultramoderne Tumor-Diagnose

Prof. Dr. Rolf Larisch präsentiert das neue PET-CT-Gerät des Klinikums.

LÜDENSCHEID ▪ Gute Nachricht für Tumorpatienten, aber auch für Menschen mit Nerven- oder Herzkrankheiten: Im Klinikum Lüdenscheid gibt es jetzt wesentlich genauere Diagnosemöglichkeiten.

Das Klinikum verfügt nämlich ab sofort als einziges Krankenhaus im weiten Umkreis über ein sogenanntes PET-CT-Gerät. Kosten laut Klinikdirektor Prof. Dr. Rolf Larisch: rund eine Million Euro.

Der Mediziner erläutert, worum es geht: Die radiologischen bildgebenden Verfahren CT (Computertomographie) und MRT (Magnetresonanztomographie) seien nicht immer ausreichend, um ganz genau herauszufinden, was dem Patienten fehle. Dies liege zum Beispiel daran, dass mit diesen Methoden nicht zwischen gut- und bösartigen Zellen unterschieden werden könne. Es habe sich in den vergangenen Jahren herausgestellt, dass die Untersuchung mit der Positronen-Emissionstomographie (PET) dies bei vielen Tumorarten könne. Die PET, so Prof. Larisch, habe aber wiederum den Nachteil, dass sie bei weitem nicht so eine exakte Lokalisation der gefundenen Befunde ermögliche, wie dies bei der CT und der MRT möglich sei. Deshalb seien in letzter Zeit spezielle Geräte entwickelt worden, die die positiven Eigenschaften der Computertomographie und der Magnetresonanztomographie kombinieren.

„Tumorzellen millimetergenau lokalisiert“

Prof. Larisch: „Durch die PET-CT können Tumorzellen überall im Körper detektiert und millimetergenau lokalisiert werden. Dies ermöglicht schonende chirurgische Eingriffe und eine hochpräzise Strahlentherapie.“

Ein solches PET-CT-Gerät ist jetzt auch in Lüdenscheid vorhanden. Es steht in der Nuklearmedizin bei Prof. Larisch und wird dort von der Märkische Radioonkologische Versorgungszentren GmbH betrieben. Die nächsten PET-CTs stehen nach Angaben des Klinikums in den Universitätskliniken in Münster und Essen sowie im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz.

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