Flammenmeer in dieser Schützenhalle

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Die Feuerengel waren mit ihrer Flammenshow und den Rammstein-Hits auf Höhe der Zeit.

Lüdenscheid – Bereits zum zweiten Mal erlebten Punk-Rock-Anhänger sowie Fans der härteren Musik am Samstag in der Schützenhalle eine brandheiße Musikkombination. Bevor die Band Feuerengel ihre spektakuläre Pyrotechnikshow mit allen Hits der international wohl bekanntesten deutschen Formation, Rammstein, abbrannte, heizten nach ihrem Schützenhallendebüt im letzten Jahr die Jungs von La Ultima ihren Fans ein.

Das Quartett, bestehend aus Tom (Gesang), Fluppe (Gitarre, Gesang), Torben (Bass) und Alex (Drums), spielt die Hits der Punk-Rock-Formation Böhse Onkelz, wobei sich die Musiker ausdrücklich von politischen Inhalten der Band, die in den 80er-Jahren durch ihre Nähe zum Rechtsrock in der Kritik stand, distanzieren und sich auf die unverfänglichen Partykracher der Frankfurter spezialisierten.

Nachdem vor den Auftritten der beiden Liveacts das Team von Metal Rising für die musikalische Einstimmung vom Plattenteller gesorgt hatte, zeigten La Ultima, was sie drauf haben. Schon beim Opener „Danket dem Herrn“ sorgten die Musiker aus Mönchengladbach für beste Stimmung im Saal, wo einige La-Ultima-Anhänger auch ein Banner mit dem Namen der Band und der Aufschrift „Ersatzlegenden“ aufgespannt hatten. Spätestens bei „Keine Amnestie für MTV“ tanzten einige begeistert Pogo, und kaum, dass der Song „Reich mir die Hände“ ertönte, reckte auch schon der gesamte Saal die Hände zum Himmel.

Zwischen den Songs stimmten die Fans ein ums andere Mal den Gassenhauer „O, wie ist das schön!“ an. Bei solchen Fans schmetterten Frontmann Tom und seine Mitstreiter gerne den Onkelz-Klassiker „Auf gute Freunde“. Auch der Kracher „Terpentin“ ging auf angenehme Weise nach vorne los. Wer das nachfolgende Programm der Feuerengel bereits von früheren Konzerten in der Schützenhalle kannte, stellte beim Gig am Samstag durchaus einige Neuerungen und Änderungen fest.

Dafür gab es einen guten Anlass, denn schließlich veröffentlichten Rammstein im Mai ihr aktuelles, unbetiteltes Album, von dem beim Konzert der eine oder andere Beitrag wie der Opener „Deutschland“ oder später der Song „Radio“ zu hören waren. Auch Lieder wie das düstere „Heirate mich“ vom ersten Rammstein-Album „Herzeleid“, das Nekrophilie zum Thema hat, wurden gespielt.

Dazu interpretierte die Band wie immer klanglich überaus authentisch Hits wie „Amerika“, „Asche zu Asche“, „Mein Teil“ (mit der üblichen Blutmacheten- und Flammenwerfer-Show) sowie das monströse „Hier kommt die Sonne“. Auch mit Blick auf die Pyrotechnik bekamen die Fans wieder das geliefert, was sie erwarteten, einschließlich Feuer- und Rauchfontänen, brennenden Mikrofonständern und vielen anderen heißen Show-Effekten. Insgesamt inszenierten Feuerengel in der Schützenhalle einmal mehr eine tolle Hommage an die Neue-Deutsche-Härte-Combo aus Berlin, die dem Original sowohl musikalisch als auch mit Blick auf die Bühnenshow kaum nachstand. Dementsprechend begeistert zeigten sich die Fans.

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