Leitungsleck nach zehn Monaten dicht

Ein tiefes Loch klafft vor der Haustür von Ulrike Rohloff. Endlich hat die Reparatur des defekten Zuleitungsrohrs begonnen.

Lüdenscheid - Zählte man die Wassermassen, die in den vergangenen zehn Monaten in den Keller von Ulrike Rohloff gesickert sind, zusammen, könnte man damit sicherlich einen recht großen Swimmingpool füllen. „Zuletzt waren es 500 Liter pro Tag“, sagt sie und schmunzelt. Inzwischen kann sie wieder schmunzeln...

Endlich ist die Odyssee beendet, der Verursacher des Lecks steht nun fest. Es sind die Stadtwerke, die die Schadenregulierung aber hartnäckig von sich gewiesen hatten (wir berichteten hier).

Am 10. November 2012 war Wasser durch die Kellerwand in die Heizungsraum getropft und hatte ihn schnell komplett unter Wasser gesetzt. Die Stadtwerke prüften und erklärten, dass es „nicht an unseren Verrohrungen und an dem Hausanschluss liegt“. Die von Ulrike Rohloff beauftragte Fachfirma Grau dagegen schrieb in ihrem Untersuchungsbericht, Ursache sei eine Leckage in der Hauptkaltwasserzuleitung zum Wasserzähler und damit seien eindeutig die Stadtwerke zuständig.

Erst als Ulrike Rohloff Rechtsanwalt Bernd Eisenhuth einschaltete und dieser ein Beweissicherungsverfahren beim Amtsgericht beantragte, kam Bewegung in die nervige Geschichte. Denn Ulrike Rohloff und ihre Tochter Jennifer schöpfen täglich das Wasser ab, füllten es in die Badewanne, zuletzt mit Hilfe einer Tauchpumpe. „Tagsüber und nachts liefen wir immer wieder in den Keller. Außerdem ist durch die ständige Nässe Schimmel entstanden.“ Jedenfalls wurde der Antrag genehmigt, ein Gutachter machte sich an die Erforschung des Lecks und bestätigte die Vermutungen der Rohloffs und der Firma Grau.

Inzwischen ist vor dem Hauseingang ein tiefes Loch gegraben. Die Zuleitung wird repariert. „Die Kosten für den gesamten Aufwand wird sich meine Versicherung bei den Stadtwerken zurückholen“, sagt Ulrike Rohloff. „Aber das war alles vermeidbar.“

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