Übungshandgranaten im Auto versteckt

LÜDENSCHEID ▪ Einen ungewöhnlichen Fund machten Polizeibeamte in Dortmund-Mitte im Verlauf der vergangenen Nacht. Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle um 0.50 Uhr.

Als die Beamten einen Renault Clio in der Heiligegartenstraße anhielten und den 30-jährigen Fahrer aus Lüdenscheid überprüften, verstärkte sich ihr Eindruck, dass der Fahrer nicht nur unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand, sondern er vermutlich auch in seinem Auto Betäubungsmittel mit sich führt. Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeuges wurden die Polizisten auch schnell in einem Rucksack fündig. Allerdings staunten sie nicht schlecht, als sie neben den Drogen plötzlich eine Übungsgranate der Bundeswehr im Rucksack aufspürten. Eine zweite Granate lagerte der Mann im Seitenfach der Fahrertür.

Sofort alarmierten die Polizisten einen Sprengstoffentschärfer, der die Explosionsmittel – die bei unsachgemäßer Zündung schwerwiegende Verletzungen verursachen können – sicherstellte. Bei den Granaten handelt es sich um Übungssprengkörper, deren Nutzung und Besitz außerhalb der Bundeswehr verboten ist.

Auf Nachfrage gab der Mann an, dass er die Granaten bereits vor mehreren Jahren von einem namentlich nicht genannten Bekannten erhalten habe und sich über das Besitzverbot nicht bewusst war.

Viel erschreckender für die Polizisten war jedoch seine Aussage, dass er die Absicht hatte, die Grananten „mal auf einer Silvesterparty zu zünden“. Den Lüdenscheider erwartet nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, gegen das Betäubungsmittelgesetz und des Verdachts der Hehlerei.

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