Sechs Stunden angesetzt

Gefahrgut im Wald, bewusstlose Person, Radfahrer eingeklemmt: Übung extrem für Löschzug Homert

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Lüdenscheid - Ein umfangreiches Szenario bot sich den Mitgliedern des Löschzugs 5, "Homert", der Lüdenscheider Feuerwehr am Samstag. 

Ein verunglückter Gefahrguttransporter im Wald, eine bewustlose Person auf der Ladefläche und ein unter dem Sattelschlepper eingeklemmter Radfahrer: Mit diesem Horror-Szenario sah sich der Lüdenscheider Löschzug 5 "Homert" am Samstagvormittag konfrontiert. Im Ernstfall müsste ein solcher Einsatz selbstverständlich nicht von einem einzigen Löschzug bewältigt werden, da würde sofort Stadtalarm ausgelöst, möglicherweise sogar überörtliche Hilfe angefordert werden. Das war hier an der Werkshagener Straße nicht notwendig, denn es handelte sich um die Jahresabschlussübung der Homerter Kräfte.

Daher konnten die Feuerwehrleute den Einsatz auch etwas entspannter angehen. Zumal die hier simulierte Verkettung von Katastrophen keinen außergewöhnlichen Belastungstest darstellen soll. Die einzelnen Hilfeleistungen konnten weitgehend der Reihe nach abgearbeitet werden.

"Uns ging es darum, bei der Übung verschiedene Situationen zu trainieren", erklärt Zugführer Philip Schröder. Deshalb wurden diese einfach kombiniert. Hocherfreut zeigte er sich über die Chance, diese Übungen mit einem echten Sattelschlepper absolvieren zu können. Selbstverständlich lag hier keiner bewußtlos auf der Ladefläche. Auch waren keine Gefahrstoffe an Bord. Zuletzt wurde offenbar Stroh transportiert. Für die insgesamt drei benötigten Betroffenen wurde lediglich ein "echter" Mensch benötigt - den nach Vorgabe ansprechbaren Lkw-Fahrer. Die beiden Verletzten wurden durch Dummys ersetzt, von denen einer tatsächlich unter einem Reifen klemmte. Echt war allerdings das Mountain Bike. Ob dies vom Lkw tatsächlich überrollt wurde, war äußerlich nicht erkennbar.

Für die Jahresabschlussübung waren am Samstag sechs Stunden angesetzt. Nach dem Einsatz im Wald folgte noch eine weitere Alarmierung.  Einsatzleiter Kevin Dittmann deutete beim ersten Teil schon an, dass der Melder für den Löschzug Homert an diesem Tag nicht das letzte Mal gepiept hatte.

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