Erste Benefiz-Veranstaltung von „Local Aid“ bringt Menschen näher zusammen

Local Aid: Überwältigender Erfolg

Brechend voll vor der Bühnensaal des Kulturhauses.

Lüdenscheid - Die erste Benefiz-Veranstaltung der Initiative „Local Aid“ im Kulturhaus war ambitioniert, und umso höher ist ihr großer Erfolg zu bewerten. Der Bühnensaal des Kulturhauses war zum Bersten gefüllt, die Veranstaltung war komplett ausverka

Dabei waren nicht nur Menschen ins Kulturhaus gekommen, die auf angenehme Weise etwas für den guten Zweck tun wollten. Die Veranstalter hatten vielmehr auch zahlreiche Flüchtlinge eingeladen, die gerne zur begeisternden Musik mitfeierten und den Kontakt zu den Lüdenscheidern suchten.

Das Konzept des Organisationsteams mit den Musikern Klaus Sonnabend, Markus Hartkopf, Arthur Dulinski, Ingo Starink und Ivo Rissone, begeisternde Live-Musik sowie informative Diskussionen und Gespräche mit der Möglichkeit der Kontaktaufnahme zwischen Lüdenscheidern und Flüchtlingen zu verbinden, ging auf ganzer Linie auf. Moderiert von den beiden Brüdern Christoph und Stefan Klusemann, von denen letzterer auch die Übersetzung und Zusammenfassung einiger Interviewpassagen auf Englisch für die Flüchtlinge übernahm, sorgte der Unterhaltungsteil mit den unzähligen heimischen Musikerinnen und Musikern für gelöste Stimmung im Saal. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass Musik eine universelle Sprache ist, die die Menschen zusammenführen kann.

Die Local-Aid-Band, bestehend aus Ingo Starink (Keyboard), Markus Hartkopf (Gitarre/Gesang), Klaus Sonnabend (Gitarre/Gesang), Ivo Rissone (Bass/Gesang) und Daniel Hartkopf (Drums, Gesang) bildete den Kern der Veranstaltung, dem sich viele musikalische Gäste wie Arthur Dulinski (Gesang), Thomas Wurth (Gitarre/Gesang), Luka Merschmann (Saxophon), Susanne Redding (Gesang), Deniz Kutlu (Saz), Anja Bitzhenner (Gesang), Alex Frenzel (rappte seinen eigenen Song „Kilometer“) und Rudolf F. Nauhauser (Saxophon) anschlossen.

Ferner begeisterte im zweiten Teil der Local-Aid-Chor, der sich aus Sängern der Albert Singers aus Halver zusammensetzte und von Matthias Ortmann geleitet wurde.

Die zahlreichen Songs regten ausnahmslos zum Mitfeiern an. Beim Opener „With A Little Help From My Friends“ machte Markus Hartkopf Joe Cocker reibeisenstimmliche Konkurrenz, und bei „Wonderful World“ zeigte Trompeter Thomas Wurth, dass er auch als Sänger hervorragend bei Stimme ist.

Local Aid Benefizkonzert

Großartig gestaltete sich inmitten der Fülle hörenswerter Live-Musik unter anderem Anja Bitzhenners Gesangspart beim Song „One“ von U2 oder Arthur Dulinskis Interpretation des Stevie-Wonder-Krachers „Supersticious“, der den Saal förmlich zum Kochen brachte. Poetry-Slammer Marian Heuser überzeugte mit einer Rezitation seines Textes „Er so, ich so“.

Der Diskussions- und Info-Part der Veranstaltung setzte sich einerseits aus einer Diskussionsrunde zusammen, in der Michael Wirth (Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes), Jutta Beißner und Jens-Oliver Branscheid (Johanniter), Zehra Kayis (Integrationsrat Lüdenscheid) und der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas jeweils aus ihrer Sicht zum Flüchtlingsthema Stellung bezogen. Ferner hörten die Gäste ein Interview mit Wolfgang Luck von Lions-Club Lüdenscheid-Lennetal über Deutschkurse für Flüchtlinge, einen Bericht von Michael Wirth über seine Erfahrungen im Rahmen eines Hilfsgütertransportes nach Jordanien im Jahr 2011 sowie eine Abhandlung mit Ulrike Tütemann über die Foto-Ausstellung „Freunde“, die sie mit dem Fotografen Guido Raith initiierte. die Künstlerin Christina Appelt berichtete über ein Foto-Projekt mit Flüchtlingen.

Bewegend gestalteten sich schließlich die Berichte der seit vielen Jahren in Lüdenscheid lebenden Migranten Doraisamy Rajagopal und Agabek „Agi“ Bagdasarjan. Letzterer lebt seit mehr als 20 Jahren nur mit einer Duldung in der Bergstadt, konnte aber dennoch eine Ausbildung in der Fleischerei Geier absolvieren und arbeitet dort als Koch.

Abschließend erhielten alle Gäste und Beteiligten der Veranstaltung ein Erinnerungsbüchlein, dessen Fotos während der Veranstaltung von Iris Kannenberg und Björn Othlinghaus erstellt wurden und das die Druckerei Seltmann, ebenfalls noch während der Veranstaltung, auf ihren Maschinen druckte.

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