JHV GdP Märkischer Kreis

„Überstundenberg wächst stark“

Die Gewerkschaft der Polizei Märkischer Kreis thematisierte bei ihrer Mitgliederversammlung die Sicherheitslage im Kreisgebiet.

Märkischer Kreis - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Märkischer Kreis thematisierte bei ihrer Mitgliederversammlung die Sicherheitslage im Kreis gebiet.

Im Saal des Restaurants Vier Jahreszeiten in Werdohl hatten sich rund 100 Mitglieder eingefunden, welche neben den Ehrungen der langjährigen Gewerkschaftsmitglieder vor allen Dingen den Vortägen von Landrat Thomas Gemke, des Kreisvorsitzenden Michael Kaufhold und des Landesvorsitzenden Arnold Plickert folgten.

Der Landrat thematisierte in seinen Grußworten vor allen Dingen die Unterbringungssituation der Polizei im Märkischen Kreis, welche in manchen Städten mittlerweile durch Renovierungsarbeiten wie in Halver und Meinerzhagen gut sei, in anderen Städten wie Menden und Altena aber überhaupt nicht mehr den derzeitigen Anforderungen entspreche. Außerdem ging er detailliert auf die Flüchtlingssituation im Märkischen Kreis und die Auswirkungen auf die Polizeiarbeit ein.

Auch Kaufhold thematisierte die zum Teil immer noch schlechte Unterbringungssituation der Polizei im Märkischen Kreis und forderte dringend Abhilfe in den Wachen Altena und Menden sowie eine schnellere Umsetzung der Modernisierung der Gewahrsame in Lüdenscheid und Iserlohn. Er bedankte sich bei den Teilnehmern der Demonstration im März, bei der in Düsseldorf 20 000 Betroffene ihren Tarifforderungen Nachdruck verliehen.

Plickert informierte die Anwesenden ausführlich über die anstehende Dienstrechtsreform und die Auswirkungen auf den Polizeibereich. Er thematisierte die stark ansteigenden Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte und forderte die flächendeckende Ausstattung der Polizeibeamten mit besseren Schutzwesten in Anbetracht der derzeitigen Terrorgefahr. Außerdem berichtete er über die landesweit hohe Belastung der Polizeibeamten durch den Flüchtlingszustrom und den daraus resultierenden stark anwachsenden Überstundenberg. Da auch in den nächsten Jahren in keinem der zahlreichen Aufgabengebieten der Polizei mit einer Entlastung zu rechnen sei, forderte er nachdrücklich, ausreichend junge Kolleginnen und Kollegen einzustellen, damit die Polizei in NRW diesen Aufgaben weiter gerecht werden könne. Einige Hundert Nachwuchskräfte müsse man schon allein einstellen, um die Millionen von Überstunden in den nächsten Jahren zu verringern, meinte er.

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