Bisher ist der Betrieb coronafrei

Überraschende Lieferung: Unternehmen aus MK gibt Atemschutzmasken weiter

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Laden die FFP2 Masken in die Fahrzeuge: von links Stefan Kugel von der Busch-Jaeger GmbH, Volker Schmidt und Dennis Montag vom Märkischen Kreis.

Lüdenscheid - Die Busch-Jaeger Elektro GmbH aus Lüdenscheid hat dem Märkischen Kreis 8000 FFP2-Schutzmasken geschenkt. Volker Schmidt, Fachbereichsleiter Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, und Dennis Montag vom Krisenstab nahmen sie entgegen. 

„Wir reichen die Masken an die weiter, die sie dringend benötigen: an Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Pflegedienste und Ärzte“, versprach Volker Schmidt und legte mit Dennis Montag vom Krisenstab des Märkischen Kreises Hand an, um die Kisten in die Fahrzeuge zu laden. 

Wie viele Unternehmen hat auch Busch-Jaeger am Anfang der Corona-Pandemie nichts unversucht gelassen, Masken aufzukaufen. Jetzt wurde das Unternehmen durch eine Nachlieferung mit FFP2-Masken überrascht, mit der es nicht mehr gerechnet hat. „Da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon längst auf die normalen Gebrauchsmasken umgestiegen sind, haben wir für die speziellen Atemschutzmasken keine Verwendung“, erklärt Stefan Kugel, Leiter der Arbeitssicherheit bei dem Lüdenscheider Betrieb für Schalterprogramme und Elektrotechnik. 

Durch ein wirksames Präventionskonzept, so schreibt der Märkische Kreis in einer Pressemitteilung, sei es Busch-Jaeger gelungen coronafrei zu bleiben. Das Konzept beruhe auf Freiwilligkeit und werde von geschätzt 98 Prozent der rund 750 Mitarbeiter mitgetragen. Es beinhalte einen morgendlichen Parcours mit Fragen zur eigenen Risikoeinschätzung. Eine Thermografiekamera ermittle, ob die Körpertemperatur von 37,2 Grad überschritten werde. Es finde keine Überwachung und keine Speicherung von Daten statt. Der Mitarbeiter entscheide selbst, ob er sich in Quarantäne begebe und Kontakt mit einem Arzt aufnehme. Rund 90 Prozent der 250 Verwaltungsmitarbeiter befänden sich auch im Home Office. „Busch-Jaeger hat es aber bisher geschafft, ohne Kurzarbeit durch die Krise zu kommen“, betont Kugel. 

Auch beim Märkischen Kreis habe sich Home Office als unerwartet erfolgreiches Arbeitsmodell erwiesen, erläuterte Schmidt. Allerdings erfordere es noch einen weiteren digitalen Ausbau, um es zukunftsfähig zu machen.

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