Überraschende Entwicklung im Kulturhausgarten-Streit

Kulturhausgarten Neugestaltung
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Einig sind sich die Parteien nun offenbar im Hinblick auf eine Neugestaltung des Kulturhausgartens.

Lüdenscheid – Überraschende Entwicklung im Lüdenscheider Kulturhausgarten-Streit: Nach dem jüngsten Knall in der Auseinandersetzung um die Zukunft des Kulturhausgartens in Lüdenscheid ist der Rauch verflogen. Am Montag einigten sich die Kommunalpolitiker auf eine Lösung.

Einstimmig sprachen sich die Ratsmitglieder am Montag im Ratssaal für eine Gesamtplanung zur Umgestaltung des Kulturhausgartens aus und folgten damit einem Antrag der zuletzt in der Angelegenheit kritisierten CDU. Zuvor hatten die Lüdenscheider Christdemokraten den Fuß von der Bremse genommen und ihre volle Unterstützung für den Bau von Pump-Track und Kleinspielfeld bekräftigt. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer bedankte sich bei den Ratsmitgliedern für ein „wichtiges Signal“ an die Bevölkerung.

Die CDU hatte einen Antrag gestellt, mit dem die Stadtverwaltung aufgefordert werden sollte, schnellstmöglich eine Gesamtplanung zur Umgestaltung des Kulturhausgartens vorzulegen, um „den Kulturhausgarten insgesamt aufzuwerten, ohne einen Flickenteppich [einzelner Maßnahmen, Anm. der Redaktion] entstehen zu lassen. „Wenn man neu baut, baut man ja auch das komplette Haus und nicht erst Küche und Wohnzimmer“, verwies CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling auf die seiner Meinung nach notwendige Gesamtplanung für das Gelände. Bislang stehen Fördermittel nur für den Pump-Track und das Kleinspielfeld zur Verfügung. Die beiden Maßnahmen sollen nun wie geplant vorgezogen werden.

Die vermeintlich zögerliche Haltung der CDU war im Vorfeld der Ratssitzung von Parteien, Gruppen und dem Verein „Willi & Söhne“ heftig kritisiert worden. Nachdem die CDU-Vertreter im Rat beteuert hatten, dass ihre Bedenken nicht als Ablehnung gegen das Konzept zu verstehen seien, gab es plötzlich Zuspruch von den anderen Fraktionen für den Vorstoß der CDU. „Der Antrag zielt in die Zukunft, da müssen wir nicht mehr zurückblicken“, lobte SPD-Ratsherr Dominik Hass. Grünen-Ratsfrau Tanja Tschöke stellte fest, dass jetzt „auch die CDU dem Projekt positiv gegenübersteht“, worauf Christoph Weiland (CDU) verwundert fragte, „wie der Eindruck entstehen konnte, dass die CDU jemals dagegen war.“

Der Harmonie zuträglich war auch, dass Bürgermeister Wagemeyer den CDU-Alternativvorschlag, den Pump-Track im Brighouse-Park zu bauen, durch die Bezirksregierung auf Förderfähigkeit prüfen ließ. Der Daumen in Arnsberg ging jedoch nach unten, sodass nun die letzte verbliebene Frage ist, wo im Kulturhausgarten der Pump-Track entstehen soll. Schon am Dienstag kommen nun Vertreter der Fachabteilungen im Rathaus zusammen, um den Alternativstandort in der Nähe der jetzigen Kleinsportanlage im Kulturhausgarten zu skizzieren. Er soll anschließend erst dem Fördermittelgeber und dann der Politik vorgestellt werden.

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