Sonneborn-Gruppe verkauft

XXXL-Gruppe übernimmt Möbelmärkte

Verkauft: Möbel Sonneborn gehört künftig zur XXXLutz-Gruppe.

Lüdenscheid - Die XXXLutz-Gruppe übernimmt Möbel Sonneborn mit den Häusern in Lüdenscheid und Iserlohn und die dazugehörige Möbelstadt Zimmermann in Freudenberg.

Von Florian Hesse

Weitere Bestandteile sind die Mitnahmemärkte in Lüdenscheid-Hellersen und in Kreuztal sowie das Logistikzentrum in Meinerzhagen. In den fünf Möbelhäusern mit 85 000 Quadratmetern Verkaufsfläche sind 550 Mitarbeiter beschäftigt. Die Übernahme ist noch zustimmungspflichtig durch das Bundeskartellamt.

Die Sonneborn-Gruppe bestätigte auf LN-Anfrage die Übernahme. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, betrachte diesen Schritt jedoch als enorm wichtig für die Zukunftssicherung der Unternehmensstandorte. „Insbesondere in den Ballungszentren in NRW entstehen weitere gigantische neue Verkaufsflächen. Es ist daher abzusehen, dass Betriebe unserer Größenordnung auf Sicht nicht mehr wettbewerbsfähig mit den ganz Großen sein können. Unsere Unternehmensgruppe wird daher in einen der europaweit tätigen Marktführer, die XXXLutz-Gruppe, integriert“, so Geschäftsführer Thomas Hollweg.

„Es handelt sich um traditionsreiche Einrichtungshäuser an hervorragenden Standorten, die sich mit kompetenten Mitarbeitern, einem guten Preis-Leistungsverhältnis und exzellentem Service viele treue Stammkunden und damit eine starke Marktposition erarbeitet haben“, zitiert der Branchen-Fachdienst Möbelmarkt online Helmuth Götz, Sprecher der Geschäftsleitung der XXXL-Möbelhäuser Deutschland. „Die drei Möbelhäuser passen ideal zur Philosophie der XXXL-Unternehmensgruppe und erweitern das bestehende Filialnetz sinnvoll.“

Markt im Umbruch

Der Möbelmarkt befinde sich deutschlandweit in einem Umstrukturierungsprozess, erläuterte Götz. Große Ketten seien Einzelunternehmern durch besseren Einkauf, stärkeren Werbeauftritt und mehr Kundenleistung überlegen. Von einem umfangreicheren Angebot und günstigen Preisen profitierten künftig auch die Kunden in Lüdenscheid, Iserlohn und Freudenberg, so der Sprecher der Geschäftsführung.

Nächstes Ziel sei die Optimierung interner Abläufe und intensivere Werbung, kündigt Götz weiter an. Mit der Übernahme vergrößere sich das Filialnetz der XXXL- Möbelhäuser in Deutschland auf 35 Standorte mit rund 10 500 Mitarbeitern. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

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