Überkonfessioneller Gebetsabend zum Thema Flüchtlinge

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Daniel Scharf und Isabelle Budriks führten die Interviews, unter anderem mit Dieter Dzewas (v.l.). Klaus Majoress sprach Fürbitten.

Lüdenscheid - Schon vor einem Jahr standen Flüchtlinge und die Menschen, die sich um sie kümmern, im Mittelpunkt des überkonfessionellen Gebetsabends. Was sich daraus entwickeln würde, konnte damals keiner ahnen, betonten am Mittwochabend nicht nur Bürgermeister Dieter Dzewas und Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg. Im Bürgerforum des Rathauses drehte sich der Gebetsabend im Rahmen der Allianzgebetswoche um das Thema „Herzenssache“ – und erneut um Flüchtlinge.

Damit bekamen manche der Gebetsanliegen aus dem vergangenen Jahr eine ganz andere Dimension, insbesondere diejenigen, bei denen es um Fürsorge und Unterstützung für Flüchtlinge ging. Umso mehr freute sich Monika Deitenbeck-Goseberg, dass viele der damals Interviewten bei der Rückfrage geantwortet hätten, dass ihre Anliegen sich erfüllt hätten.

Andreas Rose, selbst erst seit September Pfarrer der katholischen Pfarrei St. Medardus, war das erste Mal beim Gebetsabend dabei und sprach in seiner Einführung davon, welche Faktoren ein Zuhause ausmachen können. Grundsätzlich seien die Gründe dafür, ein „Zuhause“ zu wählen, egal ob rational oder emotional, sehr subjektiv. Wichtig sei es aber, „Menschen zu treffen, die mir ein Zuhause bereiten.“

Damit war Rose mitten im Thema des Abends. In Interviews mit den Jugendreferenten Daniel Scharf (Kirchengemeinde Oberrahmede) und Isabelle Budriks (Christuskirchengemeinde) berichteten Bürgermeister Dieter Dzewas, Marc Schuler, stellvertretender Kreisbeauftragter der Malteser und in der Flüchtlingsunterkunft am Raithelplatz für die Koordination der Ehrenamtlichen zuständig, sowie Mechthild Börger als eine der Sprecherinnen der Flüchtlingsinitiative über die besonderen Herausforderungen des vergangenen Jahres. Thema waren bei allen Dreien vor allem die positiven Erfahrungen, die – so alle gleichermaßen – in Lüdenscheid bei weitem überwiegen. Schuler sprach von einer immer freundlichen Atmosphäre zwischen all den Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Konfessionen und Generationen. Mechthild Börger wünscht sich, dass die Situation, so spannend bleibe. Denn: „Es gibt keine Fremden, sondern nur Leute, die sich noch nicht begegnet sind.“ Deshalb wünscht sie sich, dass sich möglichst viele Menschen begegnen. Dzewas sagte, er sei sehr dankbar für das bisher Geleistete und dafür, dass in Lüdenscheid im Gegensatz zu anderen Städten alles „immer auch friedlich“ ablaufe. Er hofft, dass das Miteinander so weitergeführt werden kann, wenn es um die große Herausforderung der Integration geht.

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