Überfall auf Tankstelle in Lüdenscheid: Räuber wirft Maske weg - DNA gesichert

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Symbolbild

Lüdenscheid - Am Landgericht Hagen beginnt der Strafprozess gegen einen 24-jährigen Mann aus Lüdenscheid.

Für eine damals 49 Jahre alte Frau aus Altena war der Überfall ein traumatisches Erlebnis. Am Abend des 26. Oktober 2018, kurz nach 22 Uhr, stürmten zwei maskierte und bewaffnete Männer auf sie zu, als sie gerade den Verkaufsraum einer Tankstelle abschließen und Feierabend machen wollte. 

Ab Mittwoch muss sich einer der Verdächtigen, ein 24-Jähriger aus Lüdenscheid, vor der 6. großen Strafkammer des Hagener Landgerichts verantworten. Er ist unter anderem wegen besonders schweren Raubes angeklagt.

Das Verbrechen

Tatort war eine Tankstelle an der Altenaer Straße im Rahmedetal. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte der Frau mit einem Komplizen, der noch nicht bekannt ist, am Hinterausgang des Verkaufsraums aufgelauert. 

Die Räuber bedrohten ihr Opfer mit einer Schusswaffe und drängten sie zurück in das Ladenlokal. Dort musste die Altenaerin sich auf den Boden legen. Während einer der Täter sie mit der Waffe in Schach hielt, griff sich der andere mehrere Stangen und Schachteln Zigaretten. 

Außerdem, teilte die Polizei wenige Tage nach dem Überfall mit, sollen die Räuber die Herausgabe des Tresorschlüssels von der Mitarbeiterin gefordert haben, den sie aber nicht bei sich hatte. Der Versuch, den Safe ohne Schlüssel zu knacken, scheiterte. 

Wie es weiter hieß, nahmen die Männer den Autoschlüssel der Altenaerin an sich, sprangen in ein Auto mit Nordhorner Kennzeichen und ergriffen die Flucht. An der Tankstelle ließ einer der Männer seine Maske zurück, an der DNA-Spuren sichergestellt wurden.

Weitere Vorwürfe

Der 24-Jährige ist nach Mitteilung des Landgerichts kein unbeschriebenes Blatt. Demnach wurde er bereits wegen Betruges, versuchten Raubes und Körperverletzung verurteilt. 

Nach seiner Festnahme hat er nach Erkenntnissen der Anklagebehörde mehrere Bedienstete des Hagener Gefängnisses als „Spastis“, „Wichser“ und „Hurensöhne“ bezeichnet und soll versucht haben, einen der Justizbeschäftigten mit seinem Gürtel zu schlagen. 

Die Staatsanwaltschaft hat den Mann deshalb zusätzlich wegen Beleidigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung angeklagt. 

Der Prozess

Für den schwersten der Vorwürfe, den besonders schweren Raub, sieht das Gesetz im Regelfall eine Freiheitsstrafe zwischen fünf und 15 Jahren vor. Die 6. große Strafkammer hat für den Prozess vier Verhandlungstage anberaumt. Den Vorsitz führt Richterin Dr. Bettina Wendlandt

Die Hauptverhandlung beginnt am Mittwoch, 8. Januar, um 9 Uhr und findet im Saal 247 des Hagener Landgerichts statt. Die Fortsetzungstermine sind für den 15., 20. und 27. Januar vorgesehen, jeweils um 9 Uhr.

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