Überfälle: Polizei fahndet nach zwei Serientätern

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Patrick Jäschke hat sich aktiv in die Suche nach den beiden Räubern eingeschaltet.

LÜDENSCHEID ▪ Die Räuber, die in der Nacht zu Dienstag die Spielhalle „Goldmine“ überfallen haben (wir berichteten), sind höchstwahrscheinlich für mindestens zwei weitere Überfälle verantwortlich.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei gehen der bewaffnete Raub in der Esso-Tankstelle an der Hohen Steinert am 3. Mai sowie der Überfall auf das Sportcafé „Arena“ an der Corneliusstraße am 8. Mai ebenfalls auf das Konto der beiden Gesuchten.

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Wie der zuständige Ermittler der Kripo im LN-Gespräch bestätigte, stimmen wesentliche Merkmale der drei Taten genau überein. Alle drei Überfälle wurden kurz vor oder nach Mitternacht begangen. Die Täterbeschreibungen der Zeugen, auch hinsichtlich ihrer Kleidung und Bewaffnung, sind nahezu identisch. Und auch der „modus operandi“, also die Vorgehensweise bei den Rauben, ist auffällig gleich.

Hier ist nach aktuellem Ermittlungsstand vor allem das Hohe Tempo auffällig, mit dem die Räuber zu Werke gegangen sind. Auch vorgestern Nacht rannten die Täter „aus vollem Lauf“, wie es hieß, in die Spielhalle, teilten sich sofort auf, griffen sich die Beute und waren nach spätestens zwei Minuten wieder verschwunden. Nach den Aussagen der Zeugen ist auch der Wortlaut der knappen Befehle jeweils ähnlich.

Nachdem das Duo die „Goldmine“ verlassen hat, rannte es die Grabenstraße hoch. An der Parkpalette Turmstraße wurden sie dabei von einem Taxifahrer gesehen. Das passt zu Angaben, nach denen die Polizei zu einem Wohnhaus an der Hochstraße eilte und sich per Schlüsseldienst Zugang zu den leerstehenden Räumen verschaffte. Eine der Wohnungen, war gestern zu erfahren, ist zwar nicht mehr bewohnt, aber nach wie vor vermietet. In dieser Wohnung stellten die Beamten diverse Beutestücke aus Tageswohnungseinbrüchen sicher. Ein direkter Zusammenhang zwischen den Einbrüchen und den drei Überfällen und den gesuchten Männern „ist im Moment noch nicht herzustellen“, sagte der Ermittler gestern.

Derweil wächst in der Spielhallen-Branche die Unsicherheit und die Angst vor weiteren Überfällen. Patrick Jäschke, Juniorchef in der „Goldmine“, hat inzwischen eine Kopie des Films hergestellt, auf dem der Überfall aufgezeichnet wurde, um die Suche nach den Räubern zu intensivieren. Branchen-Kollegen bekommen die Bilder zu sehen und tauschen Informationen aus.

Bei dem Überfall auf die Esso-Tankstelle raubten die Täter 200 Euro, in dem Sportcafé in der Altstadt erbeuteten sie 2000 Euro und in der „Goldmine“ noch einmal 2000 Euro. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Hinweise an Tel. 0 23 51 / 9 09 90. - Olaf Moos

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