Kita-Platz in einem halben Jahr

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Symbolfoto

Lüdenscheid - Die Schaffung ausreichender Plätze für Kinder unter drei Jahren in den Kindertagesstätten war im zuendegehenden Jahr eine beherrschende Aufgabe für die städtischen Planer. Auch 2014 wird dies so bleiben. Parallel dazu ist das Kinderbildungsgesetz überarbeitet worden.

Eltern haben danach einen Anspruch darauf, dass die Kommunen ihnen innerhalb eines halben Jahres einen Betreuungsplatz anbieten. Das schaffe sowohl für Eltern als auch für die Städte mehr Planungssicherheit, hatte kürzlich NRW-Familienministerin Ute Schäfer betont. Möglich werde das veränderte Anmeldeverfahren durch ein neues einheitliches technisches System der kommunalen Informationstechnologiedienstleister.

Hermann Scharwächter, Fachbereichsleiter Jugend, Bildung und Sport, erklärte, dieses spezielle System gebe es bei der Stadt noch nicht. Allerdings sei es schon jetzt so, dass sich die Eltern auf der Homepage der Stadt über die Kindertageseinrichtungen und ihre Angebote informieren könnten. „Das wird auch entsprechend wahrgenommen und genutzt.“

Zu weiteren vom Land angekündigten möglichen Finanzspritzen für die Kinderbetreuung konnte Scharwächter allerdings noch nichts sagen. „Detaillierte Aussagen sind dazu noch nicht möglich.“ Das Land stockt im nächsten Jahr den Betrag für die Kinderbetreuung um 100 auf 390 Millionen Euro auf. Das Geld soll zur Entlastung des Personals und für die Förderung von Kindern aus sozial benachteiligten Familien eingesetzt werden.

Wie berichtet, liegt die Quote für den Bedarf von U3-Plätzen in Lüdenscheid zur Zeit bei 42,6 Prozent. Um diese zu erreichen, müssen im nächsten Jahr noch 87 Plätze geschaffen werden. Auffälligste Maßnahme ist derzeit der Umbau der Kluser Schule, die nach Statikproblemen saniert werden muss und wo von 60 Plätzen 18 für U3-Kinder entstehen.

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