Matthias Lohmann neuer BKT-Schulleiter

Matthias Lohmann ist neuer BKT-Schulleiter

Matthias Lohmann ist neuer Leiter am Berufskolleg für Technik.

Lüdenscheid - Mittlere Reife, Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, Fachhochschulreife Maschinenwesen, Grundwehrdienst, Fernfahrer, Techniker für Brückensanierungen, Patentinhaber, Diplom-Ingenieur und Diplomgewerbelehrer, Studienrat am Berufskolleg in Essen und heute Oberstudiendirektor sowie Schulleiter am Berufskolleg für Technik am Raithelplatz – in die Karriereleiter von Matthias Lohmann waren viele Weichen eingebaut. Doch letztlich führten auch sie zum Ziel.

Seit dem 1. Februar ist der 52-Jährige Nachfolger von Werner Lemmert, nachdem er zuvor sechs Monate als stellvertretender Schulleiter den Raithelplatz kennengelernt hatte. „Wir haben eine gut eingeführte und gut aufgestellte Schule.“ Dieses Merkmal ist zugleich eine der größten Herausforderungen: „Bei zurückgehenden Geburtenzahlen müssen wir die Standortqualität unbedingt erhalten.“ Dafür gebe es zum Beispiel ein hervorragendes Angebot an Vollzeitschulen: Die gymnasiale Oberstufe, die informationstechnischen Assistenten und die höhere Berufsfachschule haben sich fest im Stundenplan etabliert. Die aktuellen Bewerberzahlen geben Lohmann Recht in der Einschätzung, dass die Nachfrage vorhanden ist: „Wir sind stärker als zum Vergleichszeitpunkt im Vorjahr. Das ist dem guten Ruf geschuldet, den die Kollegen über Jahre erarbeitet haben.“

Die Schule sieht Lohmann, der seit neun Jahren in Wiblingwerde wohnt, als Dienstleister der Wirtschaft in Südwestfalen. Dabei sei die Verbundenheit der Firmen mit der Region ein besonderes Kennzeichen. Die familiengeführten Unternehmen ließen sich eben nicht an der Börse in Frankfurt oder New York kaufen. „Wir sprechen hier vor Ort mit den Personalchefs über deren Wünsche und Anforderungen.“ Gerade angesichts sinkender Geburtenzahlen müsse alles dafür getan werden, um diejenigen, die hier sind, auch zu halten. „Wer einmal weg ist und in einer Metropole einen hervorragenden Job gefunden hat, wird nur in den seltensten Fällen den Weg zurückfinden.“

Das Gewinnen und Halten von Personal zählt nicht nur zu den Kernaufgaben von Firmen, auch die Kollegs haben ständig Nachwuchsprobleme. „Das bleibt ein Thema.“

Um alle Fäden in der Hand halten zu können, müsse ein Schulleiter in der Region präsent und vernetzt sein. „Aus 75 Kilometer Entfernung lassen sich solche Aufgaben nicht bewältigen.“ Mit dem Wechsel von Essen nach Lüdenscheid fühlt sich der Wiblingwerder Ratsherr (parteilos) auch beruflich sesshaft. Am Raithelplatz habe er die klassische „Edeka-Stelle“ angetreten – Ende der Karriere. „Innerhalb von Schule ist die letzte Sprosse der Leiter erreicht.“ Und auf ihr möchte er gerne die nächsten 15 Jahre das BKT weiterentwickeln. Den größten Vertrauensbeweis dafür erhielt Lohmann vor drei Monaten von der Schulkonferenz, die seine Ernennung zum Schulleiter einstimmig unterstützte. „Das hat mich sehr berührt.“

- Von Bernd Eiber

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