U-3-Betreuung in Kitas: Stadt nah an der Quote

LÜDENSCHEID ▪ Die Stadt Lüdenscheid ist bei der Versorgung unter Dreijähriger in Kindertagesstätten bereits sehr nah an der vom Land vorgegebenen Zielqoute: Bis 2013 fehlen noch 134 Plätze.

"Wir liegen im Plan und arbeiten weiter im Bestand, um ab 2013 die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 35 Prozent zu erreichen. Zurzeit liegt die Versorgungsquote für die Betreuung unter Dreijähriger bei 24,2 Prozent, unter Einbeziehung von Spielgruppen wie die Gruppe der Sonnenkinder in der VHS bei 27,7 Prozent. Das sind 516 Plätze von 650 benötigten.“ Mit diesen Zahlen wartete das Jugendamt auf. Zwar gebe es keine Bedarfserhebung, auf die sich der Rechtsanspruch stützen könne, das sei eine willkürliche Zahl, aber die Ausbauplanung sei auf einem guten Weg, betonte der 1. Beigeordnete Dr. Wolfgang Schröder.

Zurzeit 251 Betreunngsplätze in 40 Einrichtungen

Gemeinsam mit dem stellvertretenden Jugendamtsleiter Andreas Hein und Jugendhilfeplaner Werner Giet stellte er das Zahlenwerk vor: Von 1862 Kindern im Alter von null bis drei Jahren stehen zurzeit für 251 Betreuungsplätze in den 40 Kindertageseinrichtungen zur Verfügung. Im nächsten Jahr sollen 50 hinzukommen, da zum Schuljahr 2011/2012 die Mädchen und Jungen eher eingeschult werden und somit entsprechend Plätze in den Kindergärten frei werden. Weitere 60 Plätze für die Kleinen gibt‘s in den Tagespflegeeinrichtungen des Jugendamtes und des Vereins „Tages- und Pflegeeltern“ (Tupf). Zusätzlich 20 sieht die Ausbauplanung für 2011 vor.

Nach Vorstellung der Landesregierung soll ein Drittel der 35-prozentigen Versorgungsquote aus Tagespflegeplätzen entstehen. „Das ist aber bei uns nicht leistbar. Wir gehen davon aus, dass wir auf 15 Prozent kommen“, betonte Werner Giet. 139 Kinder im Alter unter drei Jahren belegen bereits Rechtsanspruchsplätze. Die Zahl der Anmeldungen im U-Drei-Bereich sei weiter gestiegen und liege vor Beginn des Kindergartenjahrs 2010/2011 bei 462. Während vor fünf Jahren die Absagen drei Mal so hoch gewesen seien wie die erteilten Zusagen, sei nun umgekehrt: „Die Anzahl der Zusagen liegt mit einer Differenz von 129 deutlich über den Absagen.“

Bisher ohne Um- und Neubauten ausgekommen

Bisher habe man es geschafft, ohne Um- und Neubauten klar zu kommen, sondern durch Umwidmungen im Bestand die Zahl der U-Drei-Plätze erhöht. Jetzt stehen Gespräche mit den verschiedenen Trägern der Kitas an. In einzelnen Stadtbezirken gehen die Versorgungsquoten teils weit auseinander. So liegt sie zum Beispiel am Bierbaum bei 66,2 Prozent, in der Innenstadt/Staberg/Knapp bei 2,6.  - my

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