Weitere 68 Plätze in Kitas nötig

Noch immer fehlen Kindergartenplätze für Kinder unter drei Jahren.

Lüdenscheid - Die Stadt Lüdenscheid muss rechnerisch bis zum Kindergartenjahr 2015/2016 68 weitere Kindergartenplätze für Kinder unter drei Jahren schaffen. Die Gesamtzahl der U-3-Plätze einschließlich Tagespflege läge dann bei 780. Sie hätte sich dann seit 2009 mehr als verdoppelt. Die Versorgungsquote liegt dann bei 43,7 Prozent. Vor Beginn des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz war man noch von 35 Prozent als nötiger Bedarfsdeckung ausgegangen.

Geburtenzahlen bleiben stabil

Insgesamt habe der Druck bei der Platzversorgung aber leicht nachgelassen, erläuterten auf Anfrage der LN Fachbereichsleiter Hermann Scharwächter und Jugendplaner Werner Giet. Bei etwa gleich bleibenden Geburtenzahlen zwischen 590 und 560 wie in den vergangenen fünf Jahren erwartet Scharwächter trotzdem eine wachsende Nachfrage, wenn man berücksichtige, dass die Frauenerwerbsquote und damit der Betreuungsbedarf weiter zunehme.

Im Ergebnis heißt das, dass das Ausbauprogramm weiter fortgeführt werden muss, und das soll an vier Stellen geschehen. Auf dem Jahnplatz soll eine viergruppige Einrichtung entstehen mit 22 U-3-Plätzen, die Awo am Duisbergweg erhält einen Anbau und 12 Plätze, für den Kindergarten an der Schubertstraße ist eine weitere Gruppe mit 10 Plätzen vorgesehen und eventuell eine zweigruppige Einrichtung an der Richard-Schirrmann-Realschule. Die letztgenannten Einrichtungen würden die Unterversorgung im Bereich Buckesfeld beheben, mit der Einrichtung am Jahnplatz würde Druck aus den Stadtteilen Grünewald und Innenstadt genommen.

Parallel zum Ausbau von regulären Plätzen nimmt die Tagesbetreuung eine rasante Entwicklung. zu den bereits bestehenden sechs Betreuungszusammenschlüssen in Lüdenscheid kommen kurzfristig drei weitere. Darin können jeweils bis zu neun Kinder zeitlich flexibel in Tagespflege untergebracht werden.

Insgesamt zeigt sich in der Kindergartenlandschaft für das neue Kita-Jahr ab August im U-3-Bereich bei 1783 Kindern unter drei Jahren die Zahl 552 Anmeldungen. 414 Familien erhielten eine Zusage, 24 verzichteten, 114 Familien erhielten eine Absage. Im Bereich der über Dreijährigen verzeichnet die Stadt Lüdenscheid inzwischen eine leichte Überdeckung beim Platzangebot, kann den Überhang aber nutzen.

Unklar ist, wie sich das Betreuungsgeld auf die Bedarfsplanung auswirkt. Die so genannte Herdprämie wird gezahlt, wenn Kinder vom 15. Lebensmonat maximal 22 Monate nicht in der Kita untergebracht werden. In Lüdenscheid seien darauf 262 Anträge beim Märkischen Kreis gestellt worden.

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