Restaurierte und erneuerte Ziffernblätter sind wieder montiert

Christuskirche: Turmuhren im neuen Glanz

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In neuem Glanz präsentieren sich die Uhren am Turm der Christuskirche, an deren Restaurierung und Montage auch Markus König beteiligt war. Auf dem seewasserfesten und bearbeiteten Aluminium spiegelt sich die Lüdenscheider Innenstadt.

Lüdenscheid - Fast genau ein Jahr lang mussten die Lüdenscheider auf den Blick zu den Turmuhren der Christuskirche verzichten. Ein Jahr, in dem der Turm nicht nur eingerüstet und „verhüllt” war, sondern auch die Ziffernblätter abmontiert waren. So mancher Lüdenscheider vermutete schon, sie seien zugemauert worden. Doch ganz im Gegenteil: Zwei Handwerksbetriebe verhalfen den Uhren zu neuem Glanz.

In dieser Woche wurden sie nun wieder montiert, nachdem die Arbeiten zuletzt aufgrund des Sturmes verschoben werden mussten.

Drei Uhren gibt es an dem Turm, von denen eine die vergangenen Monate in der Bau- und Kunstschlosserei von Markus König gelagert war. Für König, der das Unternehmen in der vierten Generation führt, ist das skelettartig aufgebaute Ziffernblatt, das in Richtung Parkstraße zeigt, nicht unbekannt: Bereits 1983 restaurierte er das heute etwa 110 Jahre alte Stück. 

Entgegen den anderen beiden Uhren, die in Richtung Heedfelder Straße und Bahnhof zeigen, gibt es hier keine runde Fläche, sondern drei Ringe: Während der äußere mit dem mittleren durch die Minuten-Anzeige verbunden sind, halten der mittlere und äußere Ring die etwa 30 Zentimeter großen römischen Ziffern fest.

Montage an Ort und Stelle

Ungewöhnliche Darstellung einer römischen Vier.

Um das etwa hundert Kilogramm schwere Ziffernblatt mit einem Durchmesser von 2,10 Meter auf die entsprechende Höhe des Kirchturms zu bekommen, nahmen Markus König und sein Team, darunter seine Söhne Felix und Bastian, es komplett auseinander und montierten es an Ort und Stelle. Zuvor waren die Einzelteile umfangreich bearbeitet worden – sei es mit Sandstrahlen, Farbbeschichtungen oder der abschließenden Vergoldung. „Für ein Unternehmen am Ort ist so ein Auftrag schon etwas Besonderes”, erzählt Markus König. Schließlich arbeitet auch er nicht jeden Tag in solch luftigen Höhen. 

Zwei Ziffernblätter mussten ersetzt werden

Andreas Bluhm von der Fachfirma Perrot montierte die vergoldeten Zeiger an die Kirchturm-Uhren.

Während das eine Ziffernblatt erhalten und restauriert werden konnte, mussten die anderen beiden ersetzt werden. Dafür zeichnete sich die Fachfirma Perrot aus Calw verantwortlich. Ähnlich wie ihre Vorgänger bestehen die Ziffernblätter aus einer schwarz-glänzenden Fläche aus seewasserfestem Aluminium, auf denen auf einem Durchmesser von 2,50 Meter die vergoldeten Ziffern eingearbeitet sind. Auch die Aufarbeitung der vergoldeten Zeiger lag in den Händen des Unternehmens. 

Inbetriebnahme nach Abbau des Gerüsts 

Nach ihrer Montage warten die Uhren nun auf ihre „Inbetriebnahme”. „Die Zeiger werden zunächst auf zwölf Uhr gestellt und erst in Betrieb genommen, wenn das Gerüst komplett abgebaut ist“, erläutert Markus König weiter. Und dann wissen die Lüdenscheider und Auswärtigen auch wieder von Weitem, was die Stunde geschlagen hat.

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