Im April beginnen die Arbeiten

Turm der Christuskirche wird eingerüstet

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Lüdenscheid - Aufmerksame Kirchgänger und Passanten haben es längst bemerkt: An der Christuskirche tut sich etwas.

Seit vergangener Woche ist eine Fachfirma aus Dortmund damit beschäftigt, den Turm des Gotteshauses einzurüsten. Der Grund: Bereits vor vier Jahren war festgestellt worden, dass sich dort Fugenmaterial aus dem Gemäuer löst. Während bislang ein Schutzgerüst die Besucher schützte, startet nun – wie beim Neujahrsempfang der Gemeinde angekündigt – die Sanierungsmaßnahme.

Wie Dietmar Giedinghagen, Vorsitzender des Bauausschusses der Evangelischen Christuskirchengemeinde, auf Anfrage erklärte, sitze das Fugenmaterial, das vor etwa 30 Jahren zuletzt erneuert wurde, einfach nicht mehr fest und droht bisweilen hinunter zu fallen. „Die Fugen sind nicht zuletzt aufgrund der Witterung in die Jahre gekommen und müssen nun erneuert werden.“ Der Schutzmaßnahme der vergangenen Jahre folgen nun also Taten.

Während der Turm im unteren Bereich an drei Seiten eingerüstet werde, wird das Gerüst den Turm im oberen Bereich von allen vier Seiten umschließen. Und das wird noch etwa vier Wochen in Anspruch nehmen. „Denn das sind immerhin 60,5 Meter – also Dimensionen, die man in Lüdenscheid nicht jeden Tag hat“, erläutert Giedinghagen weiter. Anfang April soll es dann mit den eigentlichen Arbeiten losgehen. Dafür müsse zunächst noch einmal die Obere Denkmalbehörde die Schäden unter die Lupe nehmen und die entsprechende Genehmigung erteilen. Dann würde laut Giedinghagen ein Steinmetz seine Arbeit aufnehmen, zu der nicht zuletzt auch das umfangreiche Dokumentieren der einzelnen Maßnahmen gehöre. Bis zum Herbst, so hoffen die Verantwortlichen, soll die umfangreiche Sanierung abgeschlossen sein. „Bis zum ersten Frost muss die letzte Fuge drin sein.“ Und bis dahin müssen sich die Kirchgänger an den Anblick der eingerüsteten Christuskirche gewöhnen – und damit an die Tatsache, dass der Haupteingang für die Zeit der Sanierung gesperrt bleibt, das Gotteshaus also nur über die Nebeneingänge zu betreten ist. „Das wird einige Brautpaare natürlich nicht so erfreuen“, vermutet der Bauausschuss-Vorsitzende.

Insgesamt etwa 400 000 Euro haben die Verantwortlichen der Gemeinde für die Maßnahme veranschlagt, allein das Gerüst koste täglich 700 Euro. Aber: „Man weiß natürlich nie, welche unvorhergesehenen Dinge sich während der Arbeiten noch ergeben.“

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