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Turbulenzen im DRK: Nun sprechen Heydn und Lorch

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Von: Olaf Moos

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Ein Krankenwagen des DRK
Symbolbild © dpa/Philipp Schulze (Symbolbild)

Nach dem Bruch des DRK-Stadtverbandes mit seinen beiden Führungskräften Georg Heydn und Christian Lorch melden sich nun die Betroffenen selbst zu Wort – und erheben ihrerseits Vorwürfe gegen das Präsidium des Roten Kreuzes. Dabei gerät besonders DRK-Präsidentin Susanne Mewes unter Beschuss.

Lüdenscheid - Unter anderem hatte Mewes von einer „Zerrüttung des Vertrauens zwischen Mitgliedern, Beschäftigten und Verantwortlichen auf der einen und den Geschäftsführern auf der anderen Seite“ gesprochen. Dazu sagt Heydn gegenüber unserer Redaktion: „Das kann ich definitiv nicht bestätigen.“ Es habe „uns gegenüber keine Gespräche und keine Kritik“ gegeben.

Auch den Vorwurf, er habe „fragwürdige Personalentscheidungen“ getroffen, weist Heydn zurück. „Frau Mewes war über jede meiner Entscheidungen im Vorfeld informiert, wir haben mindestens einmal wöchentlich miteinander gesprochen.“ Das betreffe auch Kündigungen von Mitarbeitern des DRK Brügge und dessen drohende Abspaltung vom Stadtverband. „Mir das in die Schuhe zu schieben, ist der einfachere Weg. Dabei wurde das im Präsidium vorher besprochen.“ Er sei „nur Weisungsempfänger“ gewesen.

Auch Christian Lorch, Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst gGmbH, 100-prozentige Tochter des Stadtverbandes, und in Teilzeit nebenberuflich für den Stadtverband tätig, sieht sich ungerechtfertigten Angriffen durch Präsidentin Mewes ausgesetzt. Ihm mangelnde Empathie oder „unverschämtes Auftreten“ vorzuwerfen, stelle einen „Verleumdungstatbestand“ dar. Lorch: „Ich werde rechtliche Schritte dagegen prüfen lassen.“

Inzwischen hat das DRK Lüdenscheid eine weitere Führungsfigur verloren. Angesichts der personellen Turbulenzen beim Roten Kreuz hat einer der Leiter des Rettungsdienstes, Frederic Gerhardt, nach eigenen Worten am Mittwochabend seine Kündigung eingereicht – und um „sofortige Freistellung“ gebeten.

Gerhardt war erst zum 1. Juni dieses Jahres auf Betreiben der Geschäftsführer hauptamtlich angestellt worden und sah, wie er im LN-Gespräch sagt, „den Stadtverband unter der Leitung von Heydn und Lorch auf einem sehr guten Weg“ – vor allem im Hinblick auf die fachliche Ausbildung der Ehrenamtlichen. Nach Einschätzung des Rettungsdienst-Chefs habe sich das DRK-Präsidium mit seinen personellen Entscheidungen „gehörig verzettelt“.

Susanne Mewes sagt auf Anfrage dazu: „Zum laufenden Verfahren kann aktuell keine Stellung genommen werden.“

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