Turboschnecken: Baubeginn im Sommer möglich

Die Turboschnecken hoffen jetzt noch auf Stiftungs-Fördergelder für die Schneckenhaus-Sanierung.

LÜDENSCHEID ▪ Es war nur etwas brennender Unrat, der Sachschaden ist gering. Trotzdem ist der Brand am Samstag im „Schneckenhaus“ ein Signal für die Turboschnecken.

„Es ist dringend erforderlich, etwas zu machen“, betonten Vorsitzende Brigitte Klein, Beiratsmitglied Ernst Uhing und Björn Diergardt (Öffentlichkeitsarbeit) gestern. „Machen“ im Sinne von „Sanierungsbeginn“: Die Architekten stünden in den Startlöchern, so Uhing. Die schriftlichen Vorarbeiten seien erledigt, immerhin feile man seit vier Jahren an dem Konzept. Jetzt wird mit Spannung die für Ende März vorgesehene Entscheidung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der NRW-Stiftung über weitere Fördergelder erwartet. Herrscht Klarheit, könnte es Mitte des Jahres losgehen – vielleicht mit Stiftungsgeldern, notfalls mit Hilfe kreditgebender Banken. Um so wichtiger für den Verein ist in dieser Phase die Anerkennung durch die Nominierung für den „Deutschen Preis für Denkmalschutz 2011“, dem „Oscar“ des deutschen Denkmalschutzes. Anders als beim Filmpreis gibt’s Vorschusslorbeeren auch für Projekte, die – manche vergeblich – auf ihre Verwirklichung warten. Das „belebte Denkmal“ in Lüdenscheid sei bundesweit etwas Besonderes, hieß es weiter. Verliehen wird der Preis im November.

Doch zunächst ist es Brigitte Klein auch ein Anliegen, sich bei dem aufmerksamen, gleichwohl bis heute unbekannten Anwohner zu bedanken, der die Feuerwehr zum Schneckenhaus gerufen hatte. Zum Glück sei niemand zu Schaden gekommen. Man habe über die Zeit zwar schon einiges für Einbruchsvermeidung investiert, aber hundertprozentigen Schutz vor Vandalen gebe es leider nicht.

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