Tura Eggenscheid: starke Gemeinschaft

Sie ziehen alle an einem Strang und engagieren sich mit weiteren Vorstandsmitgliedern für ihren Verein: Jochen Marin, Frank Hymmen, Henry Kubitz, Stephanie Pomorin, Christian Okon, Anja Hymmen, Volker Engel, Karin Felske (hinten v.l.), Özgür Kara und Walter Neumeier (vorne v.l.).

DICKENBERG  - Vor zwei Jahren feierte der Verein TuRa Eggenscheid seinen 100. Geburtstag. Wegzudenken ist der Turn- und Rasensportverein „Frisch Auf“ Eggenscheid längst nicht mehr aus dem Stadtteil und darf natürlich im Rahmen unserer kleinen Stadtteil-Serie Rathmecke/Dickenberg nicht fehlen.

Zum Termin haben sich zahlreiche Vorstandsmitglieder im schmucken Vereinsheim am Dickenberg eingefunden – und das hat seinen triftigen Grund, wie schnell deutlich wird: „Wir verstehen uns als große, starke Gemeinschaft und wollen diese auch in Zukunft weiter fördern – mit familienfreundlichen und attraktiven Angeboten“, sagen der 1. Vorsitzende Walter Neumeier und sein Stellvertreter Frank Hymmen. Die verschiedenen Abteilungsleiter und Fachwarte wollen vor allem Kinder ins Boot holen. Dazu dienen auch Kooperationen mit dem SOS Kinderdorf und dem Offenen Ganztag der Grundschule Wehberg, natürlich auch die Zusammenarbeit mit dem evangelischen Gemeindezentrum in der Rathmecke. „Am liebsten möchten wir alle Jugendklassen besetzen.“

Die Mitgliederzahlen – gerade bei den Jugendlichen in der Fußballabteilung und beim Turnen – steigen wieder. Nach Angaben von Walter Neumeier zählt der Verein zurzeit 642 Mitglieder, davon entfallen 165 auf den Fußball, 214 sind auf den sechs Ascheplätzen im Tennis aktiv, die älteren sogar hoch bis in die Westfalenliga. Hinzu kommen die Sportsparten Turnen, Nordic Walking und Badminton und – eher ungewöhnlich: der Spielmannszug. Geübt wird hier im Falkenheim „Hubert Johann“ an der Altenaer Straße. „Der Verein hat eben auch viele traditionelle Wurzeln“, sagt Ehrenmitglied Jochen Marin, der viele Jahre selbst im Spielmannszug Querflöte spielte.

Neuen Anforderungen und Trends wurde TuRa „Frisch Auf“ Eggenscheid immer gerecht, sei es Ende der 70er Jahre mit der Gründung der Tennisabteilung, 1997 mit dem Aufbau einer Badminton- und 2004 einer Nordic-Walking-Abteilung.

Die Kombination aus Bodenständigkeit, gewachsener Struktur und darauf aufbauend einem breit gefächerten Angebot für Jung und Alt ist das Rezept, mit dem der TuRa-Vorstand auch neuen Mitgliedern die sportlichen Betätigungen im Verein schmackhaft machen will.

Der Ortsteil musste mit der Schließung der Hermann-Gmeiner-Schule einen heftigen Schlag ins Kontor verdauen. „Wichtig ist, dass wir die Turnhalle weiter nutzen können. Die ist zu 95 Prozent von uns belegt“, sagt Seniorin Karin Felske, die seit 1951 in der Turnabteilung aktiv ist. Stadtsportverband und Stadt wissen darum, betont Jochen Marin und setzt darauf, dass die Sportstätte für die vielen Turner erhalten bleiben kann.

„Was wir hier leisten, tun wir für die Gesellschaft, und wir investieren die Vereinsbeiträge der Mitglieder wiederum in unsere Sportstätten“, unterstreichen Anja und Frank Hymmen. Walter Neumeier richtet zudem ein dickes Dankeschön an Politik und Verwaltung für den Bau des Kunstrasenplatzes im Jahre 2010: „Diese tolle Sportstätte wertet den gesamten Ortsteil mächtig auf. Wenn man von der Autobahnausfahrt Nord zum Sportplatz herunterfährt, sieht der Platz wie ein Schmuckkästchen aus. Vermutlich auch deshalb haben wir wieder steigende Mitgliederzahlen.“

Weitere Informationen unter www.turaeggenscheid.de

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