24 Tüftler für Erfindertage gesucht

Gabriele Ansorge, Leiterin der Phänomenta

LÜDENSCHEID - Im Oktober wird es drei Tage geben, an denen Lüdenscheids Mütter ganz besonders gut auf die Räder ihrer Kinderwagen aufpassen sollten. Vom 19. bis 21. Oktober sind nämlich 24 Jungen und Mädchen aufgerufen, das „Fahrzeug der Zukunft“ zu erfinden. Ort des Geschehens ist die Phänomenta. „Wir haben in diesem Jahr das Thema unserer Erfindertage so genannt“, wünscht sich Phänomenta-Leiterin Gabriele Ansorge einerseits viele kleine Erfinder und andererseits auch tolle Ideen.

Die Erfindertage richten sich diesmal an Elf- bis 15-Jährige, die im Anbau der Phänomenta ein Fahrzeug konstruieren, bauen – und testen. Denn am Ende der Erfindertage wartet ein Wettstreit auf die Tüftler. „VW Piepenstock stellt uns dafür sein Gelände zur Verfügung“, sind die Vorbereitungen für die drei tollen Tage schon weit gediehen. Die Basisbauteile wie Holz, Farbe und eine Auswahl an Reifen stellt das Team der Phänomenta zur Verfügung, ebenso die fachmännische Betreuung durch Physiklehrer. Was darüber hinaus fürs eigene Modell gebraucht wird, dafür müssen die Teilnehmer durchaus auch schon mal erfinderisch werden, den heimischen Keller plündern oder in den Baumarkt gehen. Ob das Fahrzeug am Ende mit Batterien, Windkraft oder womit auch immer läuft, bleibt den eigenen Plänen überlassen. Gabriele Ansorge: „Einen Tag rechnen wir für die Planung, einen für den Bau und einen für die Testfahrt. Eine Vorgabe im Planungsprozess gibt es nicht.“

Anmeldungen für die Erfindertage sind ab sofort in der Phänomenta möglich. Und bei 24 Teilnehmern ist Schluss. Sie werden später in Gruppen aufgeteilt. Gearbeitet wird in den Herbstferien im Anbau, der derzeit noch von 18 wichtigen Herren bevölkert wird. Die Ausstellung „Physiker“ kann noch bis einschließlich Freitag besucht werden. Zu sehen ist dort einfach aufbereitete, aber geballte Wissenschaft auf fast mannshohen Tafeln. Neben den Zeichnungen der Köpfe sind Erläuterungen angebracht, die einerseits die Wissenschaft beleuchten, andererseits aber auch Einblicke in das Leben der klugen Köpfe geben. „Schwer zu sagen, ob die Physiker-Ausstellung nun bestens besucht war oder nicht. Die Anbindung an das große Haus ist nicht optimal, da ist der Überblick etwas schwierig“, sagt Gabriele Ansorge rückblickend auf die vergangenen Wochen. Insgesamt aber sei man mit dem Besuch während der Sommerferien zufrieden. Das sei durchaus wetterabhängig. Bei dem warmen Sommerwetter zu Ferienbeginn nutzten die Phänomenta-Besucher die Wasserspiele, an den regnerischen Tagen der vergangenen Wochen blieben sie lieber im Haus.

Die Physiker bleiben zunächst einmal dort, wo sie seit Monaten die großen Geheimnisse der Welt entschlüsselten. Ausziehen müssen sie erst, wenn der Platz gebraucht wird. Wohin sie dann kommen, steht noch nicht fest. - rudi

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