Trotz Streiks Versorgung der Patienten gesichert

Auch wenn ab Montag gestreikt werden soll, bleibt die Versorgung der Patienten im Klinikum gesichert.

LÜDENSCHEID ▪ „Zusammenbrechen wird die Versorgung der Patienten im Klinikum nicht. Auch dann nicht, wenn ganztägig gestreikt würde. Denn trotzdem gilt im Interesse der Patienten eine verpflichtende Notdienstverordnung.

An der Versorgung der Patienten ist ja auch dem Marburger Bund gelegen“, betont Robert Schüwer, Geschäftsführer des Klinikums Hellersen. Maßgabe sei es, dass auch beim ganztägigen Streik eine ärztliche Besetzung des Krankenhauses auf Wochenendniveau bestehe.

Wie berichtet, hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) ab Montag aufgrund von Tarifauseinandersetzungen zum Streik aufgerufen. Zunächst werde von 8 bis 10 Uhr gestreikt, danach jeden Tag eine Stunde länger, am Freitag dann ganztägig, falls es bei den Verhandlungen nicht zu einer Einigung komme. Bei den Forderungen geht es um mehr Gehalt, eine bessere Bezahlung des Bereitschaftsdienstes, gerade an Feier- und Sonntagen sowie in der Nacht. Ein Angebot von 2,9 Prozent mehr Lohn mit einer Laufzeit von 33 Monaten hat die Gewerkschaft abgelehnt.

Im Klinikum, das mit 904 Betten bestückt ist, sind nach Angaben Robert Schüwers 240 Ärzte beschäftigt. Mehr als 50 Prozent seien gewerkschaftlich organisiert, schätzt Oberarzt Jürgen Weber vom MB, der hervorhob, dass „zeitkritische Behandlungen“ der Patienten jederzeit gewährleistet seien. „Wenn sie eine Metallplatte im Fuß haben, die entfernt werden muss, kann das um eine Woche verschoben werden. Wenn sie aber aufgrund dessen einen vereiterten Fuß haben, werden sie selbstverständlich behandelt.“

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