Trotz Streichliste gehen die Lampen nicht aus

Die provisorischen Leiteinrichtungen – wie hier auf der Heedfelder Straße – bleiben, um Kosten einzusparen.

LÜDENSCHEID ▪ Rund 13 000 Lampenmasten sorgen in der Stadt des Lichts für die abendliche Beleuchtung. Alte Masten müssen ausgetauscht, in die Jahre gekommene und daher verrostete Lampenaufsätze erneuert werden.

Außerdem sollen die bisher benutzten Quecksilberdampflampen laut EU-Beschluss bis 2015 durch wirtschaftlichere Alternativen ersetzt werden. „50 Prozent der Lampen müssen noch ausgetauscht werden“, sagt Holger Busch, beim Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) Abteilungsleiter für Bau- und Ingenieurswesen. Durch die 200 000 Euro, die im Rahmen der Streichliste in einer Gesamthöhe von 1,74 Millionen Euro, bei der Straßenbeleuchtung eingespart werden soll, werden sich die Umsetzung der Erneuerungen und der Austausch der Lampen zeitlich strecken, prognostiziert Busch, aber: „Dadurch geht keine Lampe aus. Direkte Auswirkungen auf die Bürger hat das nicht. Dennoch wird natürlich nicht mehr jeder Wunsch erfüllbar sein, wenn eine dunkle Ecke ausgeleuchtet werden soll.“

„Reparieren geht vor erneuern“ lautet die Devise, wenn die so genannten Lichtsignalanlagen auf Vordermann gebracht werden müssen. Der Planungsaufwand werde in die Länge gezogen, um Einsparpotenziale zu erreichen, sagt Verkehrsplaner Hans Hutya: Um 50 000 Euro wird der eigentliche Ansatz von 150 000 Euro auf diese Weise reduziert. Auch die provisorischen Leiteinrichtungen, zum Beispiel auf der Heedfelder Straße oder der Werdohler Landstraße bleiben provisorisch und werden nicht umgebaut. Das sieht zwar nicht schön aus, spart aber immerhin 65 000 Euro ein.

Auch Schulverwaltungsamtsleiter Reinhard Merkschien hat wie alle Ressortleiter im Rathaus in den vergangenen Tagen rechnen müssen, um den Vorgaben der Finanzaufsicht nachzukommen: So werden 80 000 Euro für die Ausstattung der künftigen Pausenhalle von Geschwister-Scholl- und Zeppelin-Gymnasium in diesem Jahr nicht benötigt, ebenso Baukosten in Höhe von 15 000 Euro für die Außenanlage. „Das Geld wird in diesem Jahr aber auch noch nicht gebraucht, denn die Pausenhalle wird voraussichtlich erst Mitte des nächsten Jahres fertig sein.“ Das Geld sei also nicht ersatzlos gestrichen. Außerdem greife für sein Ressort die zweckgebundene Schulpauschale. Aufgeschoben ist also nicht aufgehoben.

Peter Dilks vom Liegenschaftsamt mochte auf LN-Anfrage die 195 000 Euro, die beim Grunderwerb eingespart werden, nicht an den konkreten Objekten benennen. „Ich möchte aus Verhandlungsgründen zunächst einmal abwarten, ob die Genehmigungsbehörde die Konsolidierungsmaßnahme absegnet“, betonte Dilks.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare