Bauarbeiten

Trotz Sommerferien: Hochbetrieb in den Lüdenscheider Schulen

Die Abbrucharbeiten auf dem Dach des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Lüdenscheid sind bereits weit fortgeschritten.
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Die Abbrucharbeiten auf dem Dach des Geschwister-Scholl-Gymnasiums sind bereits weit fortgeschritten.

Während die Schüler in den Sommerferien weilen, haben die Handwerker in den Schulgebäuden einen vollen Stundenplan. „Wir versuchen, so viele Maßnahmen wie möglich in die Ferien zu packen“, sagt Tahir Lokaj von der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt bei einer Baustellen-Besichtigungstour.

Lüdenscheid – Nicht nur an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule wird gebohrt, gestemmt und geschraubt. Die Baugerüste verkleiden auch die Gebäude des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und der Otfried-Preußler-Schule.

An der Grundschule in Gevelndorf gehen aktuell die Bauphasen ineinander über. Verzögerungen passierten bei Bestandssanierungen deutlich häufiger als bei Neubauten, erklärt die kommissarische ZGW-Abteilungsleiterin Myriam Hein. Ein Grund für die Verzögerung sei die Entdeckung rostiger Stahlträger gewesen, sagt Andreas Beckmann, der den leitenden Architekten der Baustelle im Urlaub vertritt. „Die müssen unbedingt instandgesetzt werden.“ Bisher seien 2,4 Millionen Euro für die drei Baustufen zugesagt worden. Das Geld wird nun nicht reichen. „Das Antragsverfahren für die zusätzlichen Mittel ist aber schon auf den Weg gebracht worden“, erläutert Beckmann.

Da nicht alle Bauarbeiten in den Ferien stattfinden können, hat die ZGW bereits zwei Container geordert, die als Klassenräume genutzt werden können. „Die Schüler und Lehrer ziehen für die Zeit um, wenn ihre Räume neue Fenster bekommen und gedämmt werden“, sagt Hein.

Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts an der Otfried-Preußler-Schule verzögert sich. Rostige Stahlträger mussten außerplanmäßig wieder instandgesetzt werden.

Die Sporthalle des Geschwister-Scholl-Gymnasiums dagegen kann zum Auftakt des neuen Schuljahres genutzt werden. Damit seien zwei Jahre der Übergangszeit vorbei, berichtet die verantwortliche Architektin Jennifer Draut von der ZGW. Auch wenn noch kleine Arbeiten an der Verkabelung und der Wandverkleidung zu machen seien, könne der Sportunterricht stattfinden, legt sich Draut fest. „Die Halle ist nach den Ferien einsatzbereit. Das ist das Wichtigste“, sagt Bürgermeister Sebastian Wagemeyer, der an der Besichtigung des Gymnasiums teilnahm, bevor er ins Rathaus fuhr.

Das Stadtoberhaupt nahm dabei auch die größte Baustelle des Schulkomplexes in Augenschein: das Dach. Wenn die Teerpappe in einigen Tagen entfernt ist, wird es laut werden. „Der Beton muss runter“, erläutert Draut. Diese Arbeiten seien in die Ferien gelegt worden, um den Unterricht nicht zu stören. Allein diese Arbeiten seien mit Kosten in Höhe von 145 000 Euro veranschlagt, sagt Draut nach der Besichtigung, als ein Laster vorfährt. „Da kommt der nächste Gerüstbauer. Man sieht, wir haben viel zu tun.“

Tahir Lokaj ist als Betriebsleiter für die zahlreichen Baumaßnahmen an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule verantwortlich.

Das gilt auch auf der Baustelle an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule, wo Tahir Lokaj die Leitung innehat. Für die „energetische Fassadensanierung“ hat die Stadt 1,3 Millionen Euro bewilligt, die neben Klimaschutz auch die Situation für Schüler, Lehrer und Angestellte verbessern soll. „Im Gebäude werden es im Sommer schnell über 40 Grad“, erklärt der 41-Jährige. Mit steuerbaren Dachluken, besser isolierten Fenstern und justierbaren Jalousien sei dies auch zu erreichen. Das ist nur eine von vielen Maßnahmen, die geplant sind – und nicht komplett in der Ferienzeit durchgeführt werden können.

Aber es gibt auch eine Zeit, in der Presslufthammer, Schleifmaschine und Co. schweigen müssen. Der Prüfungszeitraum der Gesamtschule zwischen März und Juni ist für Bauarbeiten tabu. „Anders funktioniert es nicht“, sagt Lokaj.

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