Trotz Polizeikontrolle: Maroder Bulli rollt wochenlang weiter über die Straßen

Maroder VW Bull in Lüdenscheid zum zweiten Mal kontrolliert
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Trotz einer ersten Kontrolle im Februar rollte dieser VW Bulli mit gravierenden Mängeln über Europas Straßen. Nun wurde er in Lüdenscheid erneut aus dem Verkehr gezogen.

Statt eine Werkstatt anzusteuern, rollte ein maroder Bulli nach einer Polizeikontrolle noch tausende Kilometer über die Straßen. Dann ging in Lüdenscheid erneut die Polizeikelle raus.

Lüdenscheid – Die Polizei hat am Montagnachmittag auf der Heedfelder Straße einen alten Bekannten wieder getroffen: einen schwarzen Bulli aus Bulgarien – diesmal mit einem Anhänger samt Pkw. Bereits Mitte Februar hatte die Polizei das Fahrzeug einmal angehalten und eine lange Liste „erheblicher Mängel geschrieben. Anschließend wäre damit nur noch die Fahrt nach Hause oder in die nächste Werkstatt erlaubt gewesen.

Fünf Wochen und 31 000 Kilometer später notierte ein Sachverständiger am Montag fast genau dieselbe Liste erheblicher Mängel. Der Halter aus Bulgarien hatte nach Angaben der Polizei nichts geändert. Zum Stilllegen reichte die Liste erneut nicht.

Das war allerdings dringend nötig bei dem Anhänger. Betriebs- und Feststellbremsen hatten keine Wirkung. Im Rahmen klafften acht Risse. Die Polizeibeamten stellten Kennzeichen und Zulassungsschein sicher.

Der 35-jährige Fahrer, ein anderer als fünf Wochen zuvor, musste für das außerhalb der regulären Arbeitszeit erstellte Gutachten und eine Sicherheitsleistung zahlen. Bußgeldbescheid und Eintrag von Punkten in Flensburg werden folgen. Beim Halter geht die Polizei angesichts der nicht beseitigten Mängel von einem Vorsatz aus, weshalb es für ihn noch einmal teurer wird und auch mindestens einen Punkt in Flensburg geben wird.

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