Trotz Auftakt-Panne

Zeitplan für Bau des Phänomenta-Turms bleibt

Ziel für November ist die äußere Fertigstellung des Turms.

Lüdenscheid - Die Panne beim Baustart für den Phänomenta-Turm am Mittwoch könnte glimpflicher verlaufen, als zunächst anzunehmen war. Monteure des Stahlbauunternehmens fügten bereits am Donnerstag die Elemente der acht Tonnen Hilfskonstruktion zusammen, die beim Anheben durch den Kran in sich zusammengefallen war. Es habe sich nicht um einen Fehler in der Konstruktion gehandelt, sondern um eine Fehleinschätzung der Kräfte, die beim Heben aufgetreten waren, heißt es bei den Baufachleuten.

Gelinge die Herstellung kurzfristig, erübrigten sich auch Fragen nach Auswirkungen der Verzögerung auf den Fortgang der Phänomenta-Baustelle, äußerte sich vorsichtig auch Frank Kuschmirtz, Leiter der zentralen Gebäudeverwaltung.

Eröffnungstermin vor den Osterferien nicht gefährdet

Zum jetzigen Zeitpunkt sehe er weder den Eröffnungstermin für die Phänomenta vor den Osterferien 2015 in Gefahr noch die zeitlichen Abläufe auf der Turm-Baustelle. Die sehen vor, dass im Oktober die äußere und die innere Turmkonstruktion stehen und im November die Membran im Innern verspannt werden soll.

Die Hilfskonstruktion wird wieder zusammengefügt. Im Hintergrund die erste Ebene des neuen Turms.

„Das ist ein fähiges Unternehmen. Ich bin zuversichtlich, dass die das über die Bühne bringen“, sagte Kuschmirtz – allerdings mit der Einschränkung, dass die Baustelle stark wetterabhängig sei. Für die Arbeiten an der Membran benötige man Temperaturen von mindestens fünf bis sechs Grad.

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Der Turm mit einer Gesamthöhe von 75 Metern über Grund als „Primärkonstruktion", der verkleideten Sekundärkonstruktion mit 58 Metern und schließlich dem 28 Meter hohen Innenturm, der das Foucault’sche Pendel aufnehmen wird, soll zum größten Anziehungspunkt der Erlebnisausstellung werden.

Besucherzahl auf 60.0000 Gäste zurückgegangen

Die Phänomenta habe in Spitzenjahren 80 000 Besucher im Jahr gezählt, bedingt durch die Baustelle sei diese Zahl auf 60 000 zurückgegangen, so Dunja Landi, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Science-Centers. Ziel sei, mit der Verdoppelung der Ausstellungsfläche, dem Turm und dem Zuwachs an Exponaten auf 100 000 Besucher jährlich zu kommen. Bei etwa eine m Drittel der Gäste handele es sich um Schulklassen.

Eintrittspreis wird um ein bis zwei Euro steigen

Wermutstropfen der Phänomenta-Offensive: Auch der Eintrittspreis werde leicht steigen um ein bis zwei Euro, so Phänomenta-Leiter Johannes Pöpping. Zwischen sechs und acht Euro liegen sie zurzeit. „Wir bleiben immer noch billiger als ein Kinobesuch“, so Pöpping. - von Florian Hesse

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