Organisator zeigt sich sehr zufrieden

Trotz Corona: Trödelmarkt im MK lockt tausende Besucher an 

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Mit großem Abstand waren die Bierzeltgarnituren aufgestellt, an denen die Besucher Speisen und Getränke verzehren konnten. Auf den Tischen lagen die vorgeschriebenen Listen aus, in die sich jeder eintragen musste.

Lüdenscheid – Natürlich war alles völlig anders als gewohnt, aber besser hätte es gestern für den Lüdenscheider Stadtfest-Flohmarkt ohne Stadtfest kaum laufen können – so wie es unter Corona-Bedingungen eben möglich war.

Bestes Spätsommerwetter, fast schon ein bisschen zu warm, den ganzen Tag über ein kontinuierlicher Besucherstrom, sodass sich nahezu ununterbrochen die erlaubte Anzahl von 500 Personen auf dem Gelände an der Bahnhofsallee tummeln, und eine angenehme Stimmung bei Händlern und Kunden. 

Es gab kein Gedränge und Geschiebe, nirgends entstand ein Nadelöhr, wie sonst oft auf der Wilhelmstraße. Es herrschte eine ganz entspannte Atmosphäre auf allen Seiten. Sicher merkten Stadfest-Trödel-erfahrene Händler, dass die Umsätze sonst durchaus höher lägen, aber alle waren froh, dass es überhaupt wieder eine solche Veranstaltung gab. Viele waren voll des Lobes über den reibungslosen Anlauf. Organisator Arno Seltmann war ebenfalls mehr als zufrieden und froh, die Entscheidung getroffen zu haben, den Flohmarkt auch ohne Stadtfest und unter Hygieneschutzbestimmungen durchzuziehen. 

Für Arnd Seltmann „ein voller Erfolg“

„Das ist ein voller Erfolg“, sagt er. „Ich bin total geflasht, wie gut der Flohmarkt von Besuchern und Händlern angenommen wird.“ Und das gelte insbesondere angesichts der Kürze der Zeit, in der die Veranstaltung schließlich auf die Beine gestellt und beworben worden sei. Sein Dank gilt zum einen der Lüdenscheider Stadtmarketing-Gesellschaft (LSM) als auch der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit. Und auch den Besuchern machte das entspannte Stöbern und Feilschen mit den Händlern sichtlich Spaß. 

Ausschließlich echter Trödel war erlaubt – und das ergab eine entsprechend bunte Auswahl an den Ständen. Erstmals wurden, in einem eigenen Bereich, auch Speisen und Getränke angeboten – im Rahmen des Stadtfests erübrigt sich das sonst. Auch das sei gut angenommen worden, berichtete Seltmann. 

Frank Albrecht und Marc Friese (rechts) schnappten sich kurzerhand zwei der Gitarren, die Friese zum Verkauf anbot, für ein spontanes Ständchen.

Insgesamt schätzte der Organisator, dass mindestens 3000 bis 5000 Besucher über den Tag verteilt gekommen sind. Dass die erlaubte Zahl an Personen nicht überschritten wurde, kontrollierte das Team mithilfe von einer abgezählten Anzahl Plastikmarken, die beim Einlass an den beiden Zugängen gegen ein Pfand von 1 Euro ausgegeben und beim Rausgehen wieder eingesammelt wurden. Ebenso wie Maskenpflicht, Händedesinfektion und Abstand wurde das anstandslos akzeptiert, auch wenn das bedeutete, am Einlass Schlange zu stehen. Mit Ausnahme eines  Zwischenfalls lief alles reibungslos.

Auch der Aufbau habe super geklappt, sagte Seltmann. „Wir haben um 6 Uhr aufgemacht und um 7 Uhr standen alle Stände.“ Einen Vorteil biete das Areal im Gegensatz zur Innenstadt: „Es gibt nur gute Standplätze.“ Letztlich 120 wurden vergeben, mit einer Gesamtlänge von 450 Metern. „Wir sind im 43. Jahr und haben den Flohmarkt nie ausfallen lassen“, betonte Arno Seltmann. Er sei froh, dass das auch im Corona-Jahr nicht passieren musste.

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