Lüdenscheider Lachsack

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Der Lüdenscheider Lachsack ging an Siegfried Mai.

LÜDENSCHEID - Bis kurz vor dem Ende der Auszählung war’s ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Letztendlich allerdings konnte der Straßenkünstler, der sich selbst „Der wunderbare Herr Mai“ nennt, den Wettstreit für sich entscheiden. Den ganzen Sonntag über belustigten er, die Clownin Chipz, Saint Steve und der Zauberer Endrik Thier hunderte Gäste beim Sommerfest am Johannes-Busch-Haus (wir berichteten).

Wie immer ging’s dabei auch um die Trophäe „Lüdenscheider Lachsack“. Zum vierten Mal wurde die Trophäe vergeben. Vor zwei Jahren konnte sich der „Verwirrrealist“ die Auszeichnung sichern, der am Samstagabend ab 19.30 Uhr im Zirkuszelt an der Bodelschwinghstraße auftritt. „Herr Mai“ darf im Rahmen von „Augenschmaus & Ohrenweise“ in zwei Jahren mit einem ganzen Programm dort zeigen, was er kann. Mit Witz, Charme und ohne viel Radau zeigte Siegfried Mai am Sonntag feine Straßenkunst und Jonglage. Die Zuschauer honorierten seine Auftritte mit dem Kreuzchen hinter seinem Namen auf dem Stimmzettel. Siegfried Mai spielte schon früh in der Schule Theater und lernte als Jugendlicher von einem Freund aus den USA das Jonglieren, mit dem er beim Sommerfest sein Publikum zum Staunen brachte. 1994 lernte er bei einem Workshop seinen Partner Christian Rädeke kennen, sie gründeten das Duo „drunter & drüber“. Mit ihrem Programm sind sie seitdem viel im In- und Ausland unterwegs. Auf ein abendfüllendes Programm 2015 an gleicher Stelle darf man sich jetzt schon freuen.

Heute Abend ist „trifolie“ zu Gast im Zirkuszelt. „trifolie“ bedeutet übersetzt so viel „Wahnsinn zu dritt“ und zeigt die skurrilen, verrückten Seiten des Daseins ohne viele Worte. Sie sind mal komisch, mal poetisch, ironisch oder auch rabenschwarz. Mit dem komödiantischen Trio gehen die Gäste auf die Reise, denn das Programm ist mit „Bon voyage“ überschrieben. Zu sehen – zu hören eher nicht – gibt es Clownerie und Pantomime. Die drei Komiker aus dem Ruhrgebiet nehmen ihr Publikum mit auf die Reise durch die Untiefen des Tourismus – natürlich All-Inclusive. Es gibt Abstecher in die Geschichte des Reisens, ebenso burleske Abschiedsszenen oder auch seltsame Begegnungen im Hotelpool. Als Duo „teezuviel“ waren sie bei der ersten Kulturwoche 1999 am ersten Abend zu Gast.

Bereits am Samstag wurde die Kulturwoche mit einer Ausstellung im „Kleinen Prinzen“ eröffnet. Ralf Franke und Robert Kaiser waren vor dem Cafe als Straßenmusikanten unterwegs und begleiteten schwungvoll die Vernissage im Innern mit Folk und Blues. Franke griff nicht nur zu Geige, Gitarre und Mundharmonika, sondern präsentierte Percussioninstrumente aus aller Welt. Eine Basstrommel war dabei, dazu asiatische Instrumente wie Gongs oder indische Handtrommeln und kleine Congas aus Afrika. Robert Kaiser spielt als Schlagzeuger in der integrativen Band Lampenfieber mit, die Franke leitet, und gab auf der Straße schwungvolle rhythmische Vorlagen am Cajón. - rudi/maya

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