Trickdiebe unterwegs

Falsche Handwerker rauben Senioren in Lüdenscheid aus

Die Tatverdächtigen konnten ermittelt werden.
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Die Polizei sucht nach den Tätern, die zwei Senioren in Lüdenscheid Geld gestohlen haben.

Zwei Lüdenscheider im Alter von 86 und 87 Jahren sind auf falsche Handwerker hereingefallen. Die Täter verschafften sich als Arbeiter gekleidet Zugang zu den Wohnungen und stahlen Bargeld.

Lüdenscheid - Am Montag klingelte es gegen 13.30 Uhr an der Tür einer 86-Jährigen in der Südstraße. Ein etwa 20 bis 25 Jahre alter, muskulös wirkender und 1,75 Meter großer Mann mit kurzen, schwarzen Haaren, bekleidet mit weißem T-Shirt, weißer Hose und schwarzer Weste behauptete, er müsse wegen eines Wasserschadens das Bad der Seniorin kontrollieren. Zusammen gingen sie ins Bad, wo der Fremde sämtliche Hähne öffnete. Das teilt die Polizei in einer Pressemitteilung mit.

In diesem Moment hörte die Seniorin ein Geräusch aus ihrer Wohnung. Der Fremde redete ihr jedoch aus, nach dem Rechten zu sehen. Nach 15 Minuten verschwand der Unbekannte wieder. Vom Balkon aus konnte sie sehen, wie er mit einem zweiten, dunkel gekleideten Mann die Südstraße abwärts in Richtung Talstraße ging. Erst jetzt bemerkte sie, dass Kleiderschrank und Kommode durchwühlt und Geld gestohlen wurde. Der Fremde hatte offenbar rumänische Sprachkenntnisse. Nach einem Gespräch mit dem Hausmeister informierte das Opfer die Polizei. Eine Nahbereichsfahndung der Polizei verlief ohne Erfolg.

Falsche Dachdecker kamen zu zweit

Am Dienstag boten angebliche Dachdecker einem 87-Jährigen Am Weiten Blick ihre Dienste an. Auch sie traten zu zweit auf. Der erste Tatverdächtige klingelte gegen 9.15 Uhr an der Haustür. Der sportlich wirkende Mann mit kurzem, dunkelblonden Haar und Arbeitsbekleidung erzählte, bei Reparaturen in der Nachbarschaft seien ihm Schäden am Haus des 87-Jährigen aufgefallen. Er bot eine Reparatur für 50 oder 60 Euro an.

Nach einer genaueren Begutachtung des angeblichen Schadens stiegen die Kosten immer weiter. Der Fremde rief einen weiteren Mann hinzu. Als der Senior das Geld in Bar holen wollte, lenkte ihn einer der Männer ab. Sein Komplize griff ins Gelddepot und holte weit mehr heraus, als die angebliche Reparatur kosten sollte. Das bemerkte der Senior jedoch erst, als er aus dem Keller wieder nach oben kam und die Handwerker verschwunden waren.

Zeugen werden gebeten sich bei der Wache in Lüdenscheid unter Tel. 0 23 51 / 9 19 90. zu melden

Trickdiebe suchen meist ältere Opfer

Die Polizei warnt: „Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung!“ Immer wieder finden erfinderische Trickdiebe an den Haustüren ihre meist älteren Opfer. Die Täter täuschen eine Notlage vor, spielen Wasserwerker, Ableser oder den ehemaligen Kollegen. Mal überbringen sie eine angebliche Unglücksnachricht von Verwandten oder Bekannten. Andere wollen nach einem Wasserschaden eine Etage höher die Decken kontrollieren, ob Wasser durch tropft.

Die nächsten wollen Blumen für den Nachbarn in Verwahrung geben, der nicht zu Hause ist. Deshalb bitten sie, die Blumen in eine Vase mit Wasser stellen zu können. Immer geht es nur darum, in die Wohnung zu gelangen. Eine vorherige telefonische Ankündigung bietet keineswegs Gewähr, dass der angebliche Mitarbeiter der Hausverwaltung echt ist.


Die Polizei empfiehlt Türspion, Sprechanlage und Türsperren oder Türketten. Während der Tageszeit können Mieter ihre Hausverwalter, Kunden ihre Stadt- oder E-Werk anrufen und sich erkundigen, ob Mitarbeiter des Unternehmens unterwegs sind. Im Zweifel bitten Sie Nachbarn, Freunde oder Verwandte, zu einem angekündigten Termin dazuzukommen. Trickdiebe finden ihre Opfer auch im Telefonbuch. Früher gerne verwendete Vornamen lassen Rückschlüsse auf das Alter zu. Ein Telefonbucheintrag ist aber nicht zwingend. Man kann seine Adresse streichen lassen oder nur den ersten Buchstaben des Vornamens angeben.

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