„(T)Raumland“: Probleme nach Lkw-Diebstahl

„(T)Raumland“-Mitarbeiter nutzten die erzwungene Lkw-freie Zeit, um Reparaturarbeiten durchzuführen.

LÜDENSCHEID ▪ Es war ein heftiger Schlag ins Kontor, als das „T(Raumland)“-Team an der Bräuckenstraße am Morgen des 10. Dezembers feststellte, dass der 7,5-Tonner gestohlen worden war. „Wir konnten mitten in der Vorweihnachtszeit rund 30 Termine nicht einhalten und mussten sie absagen. Das war schon bitter“, sagt Hausleiterin Stefanie Schneider.

Zwar wurde der Laster noch am selben Tag in Sprockhövel gefunden, allerdings stark beschädigt. Die Plane war zerrissen. Außerdem waren Europaletten und Kupferteile auf der Ladefläche zu finden. Offenbar hatten unbekannte Täter den gestohlenen Wagen genutzt, um weitere Diebstähle zu begehen, waren dann aber gestört worden. „Der Wagen musste von der Polizei begutachtet und nachdem er freigegeben worden war, repariert werden. Daher konnten wir bis jetzt nicht auf ihn zurückgreifen.“ Zwar gibt es noch „(T)Raumland“-Vertretungen des Evangelischen Perthes-Werkes in Hamm und Paderborn. „Aber die waren natürlich in der Vorweihnachtszeit auch komplett dicht mit Aufträgen und konnten uns nicht aushelfen“, schildert Stefanie Schneider den Engpass. „Wir haben die betroffenen Kunden angerufen und gefragt, ob sie die Möbel vielleicht selbst abholen können und dafür den Preis dann heruntergesetzt. Aber das klappte auch nicht immer.“ Manche seien verständlicherweise enttäuscht gewesen, dass das für Weihnachten bestellte Sofa oder der Tisch mit mehreren Stühlen nicht hätten geliefert werden können. Auch Abholtermine konnten nicht eingehalten werden. Wenn’s machbar war, versuchte das Team Lieferungen und Abholungen mit Bulli und kleinem Anhänger zu bewerkstelligen.

Im „(T)Raumland“ und der Möbelbörse an der Opderbeckstraße sind 13 Frauen und Männer beschäftigt, die langzeitarbeitslos waren und über das Perthes-Werk und Zuschüsse durch die Agentur für Arbeit wieder Beschäftigung gefunden haben. Sie holen gut erhaltene Möbel, Haushaltsgegenstände und Kleidung – zum Beispiel nach einer Haushaltauflösung ab – und richten sie so her, dass sie wiederum gegen Vorlage einer Bescheinigung an Menschen mit geringem Einkommen verkauft werden können (montags bis freitags 10 bis 18, samstags 10 bis 16 Uhr).

Heute wird ein Ersatzwagen aus Hamm erwartet. Dann kehrt endlich wieder Normalität ein.

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