Festakt im Amtsgericht: Auf Peter Alte folgt Anke Ditzler

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Offizielles Willkommen für die neue Amtsgerichtsdirektorin Anke Ditzler (hier mit Ehemann Dr. Achim Ditzler, links) und Landrat Thomas Gemke, und Abschieds-Festakt für Vorgänger Peter Alte (im Hintergrund).

Lüdenscheid - Einer der Redner zur Amtseinführung von Anke Ditzler macht aus der neuen Direktorin des Amtsgerichts am Dukatenweg kurzerhand „Frau Richter“. Ein kleiner Versprecher, der gleichwohl zeigt: Im andauernden Reformprozess der Justiz ist die erste Frau als Chefin in dieser Lüdenscheider Behörde noch kein Alltag.

Doch es wird. „Die Neue“ hat Zeit zur Einarbeitung gehabt, die Kollegen kennengelernt und sich „in meinem Traumjob etabliert“: „Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.“ Allein der offizielle Festakt und damit auch die Verabschiedung von Vorgänger Peter Alte verschob sich krankheitsbedingt.

 „Mit Ihnen geht wieder einer der alten Garde“, sagte Anke Ditzler im Blick auf den Kollegen im frischen Ruhestand, den sie seit zehn Jahren kennt und schätzt: „Ich hätte ihn damals schon als Vorbild genommen, wenn ich einen Karriereplan gehabt hätte.“

Heute ist sie auf einer hohen Karrierestufe angekommen und an einem Gericht, das passt. Das ist wichtig für ihren ausgeprägten Sinn für Harmonie, der sich nicht nur an ihrem Engagement für Mediation in Streitfällen zeigt, sondern auch an ihrer Selbsteinschätzung: „Mir gelingt die Herstellung des Rechtsfriedens besser, wenn ich mich in meiner Arbeitsumgebung wohlfühle.“

„Ihr besonderes Anliegen: einen Ausgleich herbeizuführen“, nannte es Wolfgang Jürgens, Vorsitzender des Anwalt- und Notarvereins im Landgerichtsbezirk Hagen. Er stand in einer Reihe von Rednern, die Gruß und Abschied zugleich aussprachen. Allen voran der Präsident des Landgerichts Hagen, Thomas Vogt, der der Direktorin „vielseitige Kompetenz, zupackende Art und ansteckende Fröhlichkeit“ bescheinigte. 

Als Stellvertretende Bürgermeisterin und Freundin wies Verena Kasperek auf die enge, gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Amtsgericht hin. Das sei mit 80 Mitarbeitern wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb.

„Sie haben es geschafft, wieder Ruhe in den Laden zu bringen. Sie waren gerecht“, urteilte Johannes Kirchhoff, Vorsitzender des Richterrats, über Peter Alte. Personalratsvorsitzender Christian Stach lässt ihn ebenfalls ungern gehen: „Sie haben dem Gericht und dem Personal gutgetan. Wir hätten einer Verlängerung ihrer Dienstzeit zugestimmt.“ Der so Gelobte jedoch freut sich darüber, wie’s ist, auch wenn die Arbeit am Amtsgericht „immer reizvoll“ gewesen sei.

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