Im Mai soll die Reise beginnen

Der Traum einer unheilbar kranken Frau geht in Erfüllung

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Die Stadt, die niemals schläft: Alessa Schuberth möchte die Hauptsehenswürdigkeiten sehen und einfach nur diese berühmte Stadt erleben

Lüdenscheid - Die Reise kann auf jeden Fall stattfinden“, verkündet Sabrina Raschke. Sie hat eine Spendenaktion für sieben junge Menschen organisiert, die an der unheilbaren Krankheit Muskeldystrophie leiden und deren größter Traum es ist, gemeinsam nach New York zu reisen.

Seit Mitte November wurden Spenden für die Reise, die im Mai dieses Jahres stattfinden soll, gesammelt und nun sind bereits 100 000 Euro zusammengekommen. Das reicht bisher für die Flüge und eine Unterkunft. Die Gruppe, zu der auch die Lüdenscheiderin Alessa Schuberth gehört, will jedoch noch weiter sammeln, um darüber hinaus anfallende Kosten zu decken.

Abgesehen von den Verpflegungskosten und Eintrittsgeldern für die Sehenswürdigkeiten werden vor Ort nämlich auch Hilfsmittel wie Personenlifter, Tragetücher oder Duschstühle benötigt, die geliehen werden müssen. Auch das kostet Geld. Und um in New York von A nach B zu kommen, wird ein größerer Transporter mit einer Rampe benötigt. Denn die Fortbewegung in so einer solchen Metropole mit einer so großen Gruppe, in der alle eingeschränkt sind, ist kompliziert.

„Das sind die Hauptpunkte, für die die meisten Kosten anfallen werden“, fasst Sabrina Raschke zusammen. Ihr ist es wichtig, dass die sieben Freunde unbeschwert reisen können und sie für alles gerüstet sind – auch wenn etwas passieren sollte. Das Geld werde auf jeden Fall für die Reise verwendet.

Alessa Schuberth und ihre Freunde haben bereits 100.000 Euro für ihre Reise zusammen.

Doch jetzt, da feststeht, dass die Reise stattfinden kann, geht es auch in die konkretere Planung. „Ich bin derzeit mit dem Reisebüro im Kontakt, die das barrierefreie Hotel vor Ort persönlich kennt. Das ist für uns wichtig, denn nur ein Fahrstuhl reicht für die barrierefreie Ausstattung nicht aus. Auch die Türen müssen für die Rollstühle breit genug sein, um nur ein Beispiel zu nennen“, sagt Sabrina Raschke. In den nächsten Wochen müssen die Flüge und das Hotel gebucht werden. Die Freundesgruppe erstellt eine Liste, welche Sehenswürdigkeiten sie anschauen möchte. Die Pässe für die Besichtigungen sollen nämlich schon möglichst vor Antritt der Reise gekauft werden, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Für Alessa Schuberth steht fest: Sie möchte die Freiheitsstatue sehen und über die Brooklyn Bridge fahren.

Doch noch viel wichtiger als die Pläne, was die Freunde vor Ort erleben wollen, sind die Vorbereitungen, die noch getroffen werden müssen, damit die Reise auch stattfinden kann. Jeder Einzelne muss eine Auslandskrankenversicherung abschließen, einen Reisepass beantragen sowie ein Visum. „Einer der Jungs hat einen türkischen Pass und muss daher vorher noch zum türkischen Konsulat“, sagt Sabrina Raschke. Zudem müssen sich die sechs jungen Männer und Alessa Schuberth einem ärztlichen Check unterziehen, denn die Fluggesellschaft fordert die Bescheinigung eines Arztes. Für den Flug muss zudem das Sondergepäck ordnungsgemäß angemeldet werden.

Alles soll vor Antritt der Reise geplant sein, vom Transport von Zuhause zum Flughafen bis zum Hotel in New York und die Fortbewegung vor Ort. Das ist noch viel Arbeit. Aber die Freude, dass sich der Traum der sieben Freunde nun wirklich erfüllen kann, ist sehr groß.

Benefizkonzert

Ab 15. Februar findet ein Benefizkonzert für die New York-Reise der Gruppe in Warstein-Belecke (Neue Aula, Pietrapaola-Platz 4) statt. Zwei Bands sorgen mit Rock- und Popmusik dafür, dass die sieben Freunde mit Handicap ihren Traum erfüllen können. Das sei nur eine von vielen tollen Aktionen, die Einzelne sowie Unternehmen für die Freunde veranstalten, freut sich Sabrina Raschke. Ein erstes Konzert habe bereits am 11. Januar in Nieheim-Entrup (Kreis Höxter) stattgefunden.

Spendenkonto

 Rückenwind e.V. (Bielefeld) IBAN: DE61 4805 0161 0044 1957 82 BIC: SPBIDE3BXXX. Weitere Infos gibt Sabrina Raschke unter Telefon: 01 72/6 51 32 43 oder per E-Mail an sabrina.hellenkamp@freenet.de.

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