Nachruf

Trauer um Gewerkschafter: Manfred Kunkel ist tot

Nachruf auf Manfred Kunkel, langjähriger DGB-Geschäftsführer im MK
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Manfred Kunkel, langjähriger DGB-Geschäftsführer im MK, ist tot.

Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb am 6. Dezember, nach langer, schwerer Erkrankung, der frühere Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Märkischen Kreis, Manfred Kunkel.

Er wurde 69 Jahre alt. Obwohl er schon seit einer Weile nicht mehr hier wohnte, hatten Verflechtungen Bestand. So erinnern sich im Namen der Friedensgruppe und des Gedenkzellen-Vereins Rüdiger Drallmeyer und Matthias Wagner traurig an ihren Weggefährten zurück. „Mit seinem Demokratieverständnis als langjährig aktiver Gewerkschafter war er auch Teil der Lüdenscheider Friedensbewegung“, würdigen sie seine Vorstandsarbeit. Kunkel habe einen ausgesprochenen Sinn für Fairness und Gerechtigkeit gehabt.

1973, im Alter von 22 Jahren, kam Kunkel aus Siegen als Bildungssekretär des Deutschen Gewerkschaftsbundes nach Lüdenscheid. Als gelernter Maschinenschlosser machte er seinen Techniker und war im Marketing tätig, bevor er in die hauptamtliche Gewerkschaftsarbeit wechselte. 1986 wurde er DGB-Kreisvorsitzender, eine Aufgabe, die er mehr als ein Jahrzehnt innehaben sollte.

Buch zur Gewerkschaftsgeschichte

Er machte sich auch einen Namen durch geschichtliche Forschung, war Co-Autor des Buches „125 Jahre 1. Mai in Lüdenscheid“ und dokumentierte zum 70. Geburtstag der Neugründung es DGB nach 1945 bewegte Jahre. Später wurde er aktiver Teil der Lüdenscheider Friedensbewegung und saß zeitweise für die Linken im Kreistag.

„Er hatte“, so bescheinigen ihm die Weggefährten, „eine Antenne für die Menschenrechtsfragen.“ Doch er habe in keiner Partei dauerhaft eine politische Heimat finden können. Seinem Selbstverständnis, sich engagieren zu müssen, tat das keinen Abbruch.

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