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Trauer in Lüdenscheid: Schuldirektor a.D. Ernstheinrich Schäfer ist tot

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Von: Olaf Moos

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Ernstheinrich Schäfer
Ernstheinrich Schäfer ist am 10. Januar im Alter von 88 Jahren gestorben. © Olaf Moos

Er war ein warmherziger Mentor, ein vielfach sozial engagierter Bürger der Stadt, Begleiter und Förderer zahlreicher Schülergenerationen. Nun ist Ernstheinrich Schäfer, früher Direktor der Richard-Schirrmann-Realschule, gestorben. Er wurde 88 Jahre alt.

Lüdenscheid - Der am 6. August 1933 in Unna geborene Sohn eines Steigers im Bergbau legte sich schon früh darauf fest, dem Wunsch seines Vaters nicht zu folgen. Statt eine Karriere als Bergbau-Assessor in Angriff zu nehmen, hörte Ernstheinrich Schäfer auf seine innere Stimme. „Ich wollte einen Beruf, der ausschließlich mit Menschen zu tun hat“, erinnerte er sich an seinem 80. Geburtstag. So studierte er in Münster die Unterrichtsfächer evangelische Religion, Deutsch und Geschichte – und ergriff seinen Traumberuf: Lehrer.

Sein Lebensweg führte ihn 1958 nach Lüdenscheid, wo er eine Stelle an der Schirrmann-Realschule antrat – und avancierte zwölf Jahre später zum jüngsten Realschul-Direktor Nordrhein-Westfalens. Die Realschule war für ihn die „Schule der Zukunft“, und so führte er die Lehranstalt am Buckesfeld tatsächlich in eine glänzende Zukunft.

Innerhalb weniger Jahre verdoppelte sich die Schülerzahl auf 1000 – verbunden mit Raumnot und Lehrermangel. Dennoch stand für ihn 37 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung die Prämisse fest, mit seinem Kollegium ein menschenfreundliches Verhältnis zu Schülern zu pflegen und vertrauensvoll mit Eltern umzugehen. Seine Verbundenheit mit der jungen Generation wurde umso deutlicher, als er bis ins hohe Alter kaum eine Einladung zu Klassentreffen seiner ehemaligen Schützlinge ausschlug.

Ernstheinrich Schäfer, der Mann mit dem unverkennbaren Bürstenschnitt, widmete seine Kraft außerdem vielen Ehrenämtern und schöpfte Energie aus seiner großen Liebe, der Musik. Er hinterlässt seine Frau Tabea, seine Tochter Heidrun und Enkelkinder. Die Gemeinschaft verliert einen Mann, der das Leben in Lüdenscheid mit geprägt hat.

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