Transparenz: Ambulante Dienste zurzeit im Fokus

LÜDENSCHEID – Die Benotung der stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen und die Veröffentlichung der Beurteilungen – Stichwort: Transparenzbericht – erfordern einen hohen Aufwand, der naturgemäß auch Probleme mit sich bringt.

Derzeit stockt die Veröffentlichung weiterer Berichte im stationären Bereich, nachdem, wie berichtet, die Benotungen des Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrums, des Hauses Elisabeth und des Awo-Seniorenzentrum bereits veröffentlicht wurden. „Wir sind zurzeit überwiegend mit der Überprüfung der ambulanten Stationen beschäftigt“, sagte gestern Dr. Barbara Gansweid, Leiterin des Fachbereichs Pflege beim MDK Westfalen-Lippe. Es gebe Software-Probleme, da für stationäre und ambulante Einrichtungen völlig unterschiedliche Prüfungskataloge gälten. So setzt sich die Gesamtnote für stationäre Einrichtungen aus 64 Einzelbewertungen zusammen, die der ambulanten Pflege aus 37. Hinzu kommen Befragungen der Bewohner bzw. Kunden. „Wir arbeiten die Stellungnahmen der benoteten Einrichtungen erst einmal ab. Sollte es noch Spielraum geben, wird auch noch der Bericht der einen oder anderen Einrichtung veröffentlicht.“ Zunächst komme es jetzt darauf an, wie vorgeschrieben bis Ende dieses Jahres alle Einrichtungen zu überprüfen. 2011 sollen sie nochmals überprüft werden. Spätestens dann rechnet Dr. Barbara Gansweid mit der Veröffentlichung der Transparenzberichte aller Einrichtungen. Dass nicht alle gleichzeitig öffentlich beurteilt im Internet stehen, sei vielleicht ein bisschen ungerecht, aber nicht vermeidbar. Das Verfahren und die Zusammensetzung der Gesamtnote sind nicht unumstritten. Immer wieder gibt es Kritik aus Verbänden, betroffenen Einrichtungen, aber auch aus der Politik.

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