Traditions-Unternehmen aus MK investiert Millionen in Neubau

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Dank der großen Lüftungsanlage geht besonders wenig Wärme verloren. Das neue Gebäude der Firma Schulte Elektronik ist energieautark, Energie soll in Zukunft sogar gespeichert werden

Lüdenscheid/Rosmart – Acht Millionen Euro kostete das Neubau-Projekt einer Firma aus dem MK. Damit geht das Unternehmen auch hinsichtlich der Umwelt vorbildlich voran.

Eine Lösung, wie Wirtschaft und Umwelt funktionieren können: so nannte Bürgermeister Dieter Dzewas den Neubau einer Fabrik der Lüdenscheider Firma Schulte Elektrotechnik im interkommunalen Gewerbegebiet Rosmart. 

Denn das 2019 erbaute Gebäude – ein 8-Millionen-Euro-Projekt – ist energieautark und hebt sich damit laut Steffen Waldminghaus, Sprecher der Geschäftsführung, und Firmengründer Siegfried Schulte deutlich von anderen Projekten ab. „Natürlich gibt es alle diese Maßnahmen schon länger, aber dass wir alle miteinander verbunden haben, das ist besonders.“ 

Energiespeicher sollen folgen

Versorgt wird die Fabrik durch eine Photovoltaik-Anlage und Energierückgewinnung, „das deckt unseren Bedarf ab“, sagt Waldminghaus. Zu dem gehören nicht nur die Maschinen, die an dem Produktionsstandort im Einsatz sind, sondern etwa auch die Fußbodenheizung durch thermisch aktivierte Bodenplatten auf der gesamten Produktions- und Lagerfläche. 

In Zukunft soll sogar noch mehr möglich sein: Denn installieren möchte das Unternehmen künftig auch einen Energiespeicher. Darüber könnten andere Bereiche versorgt werden; unter anderem gebe es die Überlegung, Parkplätze für E-Autos einzurichten, die Mitarbeiter könnten dann den Strom aus dem Speicher nutzen. 

Kaum Wärmeverlust dank großer Lüftungsanlage

Eine weitere Besonderheit sei die Lüftungsanlage: Normalerweise gehe viel Wärme verloren, „aber je langsamer man den Luftaustausch macht, desto mehr Wärme bleibt übrig. Deshalb ist die Anlage auf dem Dach auch so groß“, erklärt Architekt Marc Teichert. 

Die Nutzfläche der Fabrik im Gewerbegebiet Rosmart ist knapp 5600 Quadratmeter groß, der zehn Meter hohe Neubau steht auf rund 4200 Quadratmetern des 21.000 Quadratmeter großen Grundstücks. Denn gesichert hat sich Schulte Elektrotechnik auch Reserveflächen, „falls wir erweitern wollen“, sagt Firmengründer Schulte. 

Koordinierte Logistik trotz verschiedener Standorte

In dem Neubau wird sich in Zukunft die gesamte Teilefertigung befinden, derzeit sind bereits Maschinen aus dem Kunststoffbereich vor Ort. „Wir sind noch im Umzug“, sagt Waldminghaus. Bis Frühjahr sollten alle Bereiche aus der Produktion dort untergebracht sein. Am Standort an der Jüngerstraße in Lüdenscheid befinden sich weiterhin Montage und Versand. 

Zwar bedeute die Distanz der Stellen auch Transportwege, aber die hatte das Unternehmen auch vorher: „Wir hatten externe Lagerflächen, jetzt sollte die Logistik mit ,nur‘ zwei Standorten sogar koordinierter ablaufen“, sagt Waldminghaus. Und: Das neue Grundstück befindet sich zwischen zwei Erschließungsstraßen im Gewerbegebiet Rosmart, „die fahren hier mit Lkw auf das Grundstück und könnten selbst bei einem zweiten Bau auf der anderen Seite wieder runter“, betont Schulte.

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