Schwarzer Humor und Flammenwerfer

MK-Total-Rocknacht: Blutbad mit Machete

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Rock mit Augenzwinkern: Martialisch bemalt präsentierte sich Megaherz bei der Rocknacht.

Lüdenscheid -  Hart, laut und knackig wurde die MK-Total-Rocknacht eingeleitet. Peter (Vocals), Bastee (Gitarre), Matze (Gitarre), Marcel (Bass) und Linus (Schlagzeug) von der Formation „Betonengel“ schrubbten ihre Gitarren und ließen die Matten fliegen.

Der „rücksichtslose Dampframmenmetal“, wie die Musiker ihren Stil selbst nennen, brachte die Fans der harten Töne schon früh auf Hochtouren. Unter anderem brachte die Combo aus dem hohen Norden mit jeder Menge „Geballere“ Songs aus ihrem aktuellen Album „Hart wie Beton“ mit und war damit der ideale Appetitanreger für die nachfolgenden Bands.

Eine grandiose musikalische Freakshow lieferten die Rocker der Formation Megaherz ab, die gemeinsam mit Gruppen wie Rammstein und Oomph! zu den bekanntesten Vertretern der „Neuen Deutschen Härte“ gehören. Nicht nur musikalisch, auch optisch machten die Musiker mit ihrer an Kiss erinnernden Gesichtsbemalung Einiges her. Sänger Alexander „Lex“ Wohlhaas ordnete sich optisch irgendwo zwischen dem Horror-Darsteller Sid Haigh und Kiss-Frontmann Gene Simmons ein.

MK-Total Rocknacht 2015

Donnernd lud „Lex“, das Gesangsmikro angeschraubt an einen blutigen Baseballschläger, seine Fans auf die Reise mit dem „Schwarzen Engel“ gen Himmel ein. Der wuchtige Song stammt aus dem aktuellen Longplayer „Zombieland“. Ganz ernst nehmen konnte man das donnernde Spektakel freilich nicht, und eine gute Portion schrägen, schwarzen Humors kann der höchst unterhaltsamen Combo kaum abgesprochen werden. Sowohl akustisch als auch visuell waren „Megaherz“, die neben dem Frontmann aus den Musikern Christian Bystron (Gitarre), Christoph Klinke (Gitarre), Werner Weninger (Bass) und Jürgen Wiehler (Schlagzeug) bestehen, das unangefochtene Highlight des Abends.

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Die Jungs von „Feuerengel“, die sicher profilierteste Rammstein-Tribute-Band, gaben abschließend einen gewohnt explosiven Gig mit jeder Menge Pyrotechnik. Bei Rammstein-Hits wie „Sonne“, „Asche zu Asche“ oder „Links 234“ kamen Unmengen an Flammenwerfern, Raketen, Blitzen und Schnurraketen zum Einsatz. Die Feuerengel hatten sich einmal mehr in Schale geworfen, zündeten Mikrofonständer und sich selbst an und inszenierten beim Skandalsong „Mein Teil“ das Blutbad mit Machete. So konnten die Fans mit einem satte Piepen in den Ohren lange nach Mitternacht den Heimweg antreten. - bot

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