Tonnenweise Hilfsgüter für Menschen in Mazedonien

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Das Team der Johanniter-Einsatzstaffel Südwestfalen mit Leiter Jörg Heuser am Steuer des 40-Tonnen-Hilfstransporters am Freitagabend kurz vor der Abfahrt.

LÜDENSCHEID - Ein 40-Tonnen-Sattelzug voll mit Hilfsgütern ist von Lüdenscheid aus unterwegs nach Mazedonien. Die Einsatzeinheit der Johanniter Südwestfalen darf sicher sein, in Skopje mit offenen Armen empfangen zu werden.

Wie wichtig die gespendeten Hilfsgüter für die Menschen in und um Skopje sind, weiß der gebürtige Mazedonier und aktive Johanniter Mile Nastev sehr genau: „Die große Armut dort kann sich hier kaum jemand vorstellen.“
Am Freitagabend starteten die ehrenamtlichen Helfer unter Leitung von Jörg Heuser mit dem Hilfstransport ab Alsenstraße. Mit eingeladen haben sie einen dringend benötigten elektrischen Rollstuhl für einen 25-jährigen schwerstbehinderten Mazedonier. Ein Spendenaufruf in den LN hatte Erfolg gehabt: Ein Seniorenpflegeheim spendete den Rollstuhl. Die Sattelzugmaschine mit Anhänger habe die Firma Hermann Aehringhaus KG aus Wetter kostenlos zur Verfügung gestellt, teilten die Johanniter mit.

"Ein ganz besonderes Erlebnis für die Aktiven"

Die Tour führt über Nürnberg, Passau, Wien, dann über den Grenzübergang Nickelsdorf (Österreich/Ungarn), weiter durch Ungarn nach Serbien und von dort aus nach Mazedonien. Mit einer Zwischenübernachtung ist geplant, Serbien voraussichtlich am Sonntag in den Abendstunden zu erreichen. Das Ziel ist Skopje in Mazedonien.
Einsatzleiter Jörg Heuser gewinnt dem Hilfstransport noch eine besondere Note ab: „Es ist das erst Mal seit mehr als zehn Jahren, dass ehrenamtliche Mitglieder der Johanniter-Einsatzstaffel Südwestfalen wieder einen Auslandseinsatz fahren können“, meinte er. Das sei ein ganz besonderes Erlebnis für die Aktiven.

Sehr guter Kontakt bereits seit 1995

Seit 1995 bestehe bereits ein sehr guter Kontakt zur orthodoxen Kirche der Humanitären Organisation Milosdrije, teilen die Johanniter weiter mit. Der orthodoxen Kirche steht Bischof Kyrill vor, der Vorsitzender der humanitären Organisation Milosdrije ist.
In Zusammenarbeit mit der Kirche sowie dem Ministerium für Gesundheit werden sämtliche Hilfsgüter in Skopje und Ochrid verteilt. Allein der elektrische Rollstuhl wird persönlich an den schwerstbehinderten jungen Mann übergeben. Bei der Tour der Johanniter sind mit von der Partie: Jörg Heuser, Mile Nastev, Christopher Tomaszik, Christian Oberhoff, Jörg Althaus, Nico Fischer und Tobias Zschaler. - wok

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